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Elf Jahre galt für den Voltlager Theo Richter: Erst kommt die Kirche, dann die Familie
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Elf Jahre galt für den Voltlager Theo Richter: Erst kommt die Kirche, dann die Familie
Elf Jahre galt für den Voltlager Theo Richter: Erst kommt die Kirche, dann die Familie
Voltlage. Seit April 2011 ist Theo Richter Küster im Ruhestand. Elf Jahre lang hatte er das Amt in der St.-Katharinen-Gemeinde inne. Die dankte es ihm im April 2011 mit einem Empfang. Beim Neujahrsempfang „Kiek in’t neije Johr“ hat nun auch die Gemeinde Voltlage den langjährigen Hüter der Kirche geehrt.
Die Wahl sei dem Dorfentwicklungsausschuss nicht schwergefallen, sagte dessen Vorsitzender und Voltlages stellvertretender Bürgermeister Hermann Dreising. Theo Richter gehöre zu den etwa 1800 Voltlagern, die sich einbrächten und so zu den „tragenden Säulen“ in der Gesellschaft zählten.
„Voltlage ist die Addition aller Bürger, Gruppen und Unternehmen“, sagte Dreising. Und auf die Summe, den Ist-Zustand, könne die Gemeinde stolz sein. An wichtiger Stelle habe Richter seinen Beitrag geleistet und sei allen aufgefallen „durch seine bewundernswerte Ruhe und seine routinierte Selbstverständlichkeit“.
Die Laudatio auf den72-jährigen Theo Richter, den Küster in Rufweite, hielt Josef Sall, Vorsitzender des Cäcilienchores und ein guter Bekannter des Geehrten. „Über Leben und Erlebtes“ berichtete er in seiner Würdigung. Sall erinnerte darin an Richters Vater, der auch schon mit dem Küsteramt betraut gewesen sei und der seinen jüngsten Sohn stets mit in die Kirche mitgenommen habe. Im Jahr 2000, nach dem Weggang der Ordensschwestern, die diese Aufgabe viele Jahrzehnte übernahmen, sei Theo Richter dann selbst Küster geworden.
Sehr gewissenhaft habe er die Aufgaben erledigt „Und das ist weit mehr, als die Glocken zu bedienen oder die Türen aufzuschließen“, zählte Sall auf. Ostern, Pfingsten, Weihnachten – die Feiertage hätten ihre Besonderheiten, Kerzenbestellungen, Waschen der Gewänder, Aufbau der Krippe und Einkleiden der Messdiener, dazu viel Alltägliches – elf Jahre lang hatte Theo Richter alles im Blick, in der Sakristei und später, während des Gottesdienstes, in der „Bank zur Rechten des Altars“. Elf Jahre lang zog Theo Richter die Kirche der Familie vor, wie Ehefrau Anni nickend bestätigt: An ein gemütliches Frühstück am Sonntagmorgen um 9 Uhr – zur Kirchzeit– war nicht zu denken.
Aufregendes erlebt Theo Richter nicht. Nur einmal, so der Laudator, habe er Schweißperlen auf der Stirn des Küsters entdeckt: Als ein Pfarrer verspätet zum Gottesdienst erschien. Zuverlässig und routiniert habe Richter alle aufgetragenen Arbeiten erledigt. „Danke, Theo“, schloss Josef Sall.
Den Dank aller Einwohner überbringt beim Neujahrsempfang Bürgermeister Bernhard Egbert: Urkunde mit Gemeindewappen und goldfarbenem Rahmen, eine Armbanduhr, Blumen für Ehefrau Anni. Auch Pfarrer Stephan Höne reiht sich ein. Und die Voltlager klatschen für ihren Küster in Rufweite.
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