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Ammoniak-Austritt bei Kemper in Nortrup
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Autor: Josef Pohl 13. Februar 2012 17:57 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Elf Mitarbeiter ins Krankenhaus

Ammoniak-Austritt bei Kemper in Nortrup

Nortrup. Bei einem Störfall in der Fleischwarenfabrik Kemper in Nortrup ist am Montag Ammoniak ausgetreten. Elf Mitarbeiter mussten vorsorglich wegen Übelkeit und Atemwegsbeschwerden in Krankenhäuser der Region eingeliefert werden.

 
Rettungskräfte aus dem Osnabrücker Nordland und dem Landkreis Cloppenburg waren im Einsatz. Foto: NWM  Vergrößern

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Zu Beginn der Frühschicht wurden in einem Teilbereich der Kühlanlage geringe Konzentrationen austretenden Ammoniaks gemeldet. Das Unternehmen verständigte unverzüglich die Rettungsleitstelle, die dann sofort die für einen „Massenanfall von Verletzten“ vorgesehene Alarmkette auslöste. Der betroffene Bereich wurde sofort geräumt und durch technische Maßnahmen abgesichert.

An der schadhaften Stelle brauchte die mit schwerem Atemschutz angerückte Feuerwehr Nortrup aber nicht mehr tätig zu werden, da Firmenangehörige die Stelle gesichert und repariert hatten. Die Feuerwehr stellte nach dem Eintreffen in den Fabrikräumen bei Messungen Konzentrationen im unkritischen Bereich fest. Mit einem Überdrucklüfter wurde anschließend von der Feuerwehr die Einsatzstelle belüftet, um sicherzustellen, dass die vorgenommene Behebung der Störung Wirkung zeigte.

Nach und nach meldeten sich bei den Notärzten und Rettungssanitätern – insgesamt waren zwölf Rettungswagen aus dem Osnabrücker Nordland und dem Landkreis Cloppenburg vor Ort eingetroffen – Mitarbeiter, die Atemwegsbeschwerden hatten oder unter Übelkeit litten. Elf Beschäftigte wurden als Vorsorgemaßnahme ärztlich versorgt und in die Krankenhäuser Quakenbrück, Löningen und Ankum gebracht und untersucht.

Die genaue Ursache des Ammoniak-Austritts wird zurzeit von einem Sachverständigen in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeaufsichtsamt geprüft. „Die durchgeführten Messungen ergaben, dass zu keiner Zeit eine Gefährdung der Umwelt und der Gesundheit der Mitarbeiter bestand“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Und diese Einschätzung der Situation bestätigte auch Gemeindebrandmeister Manfred Buhr.

Die Kemper-Geschäftsführung dankt zudem, wie es weiter heißt, den Feuerwehrleuten, den Betriebssanitätern sowie den Rettungsdienstkräften für ihren hervorragenden Einsatz.



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