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Papenburg: Längere Sperre und weiteres Bauland im Blick
Papenburg. Die Stadt Papenburg will das Neubaugebiet am Spillmannsweg ausdehnen. Unterdessen soll die seit Mai 2010 geltende Veränderungssperre für den geplanten Ausbau des Hafens im Bereich des Bokeler Bogens um ein weiteres Jahr verlängert werden. Entsprechende Ratsbeschlüsse soll der Bau- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag, 16. Februar, ab 16.30 Uhr im Rathaus auf den Weg bringen.
Nach Angaben der Stadtverwaltung sind im ersten Abschnitt des Baugebietes bei der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte nur noch wenige Grundstücke zu vergeben. Weil aber die Nachfrage nach Bauplätzen am Obenende anhalte, soll nun der zweite Teil des Baugebietes in Richtung Umländerwiek entwickelt werden.
Wie Stadtsprecher Matthias Heyen mitteilte, sind in dem Abschnitt Grundstücke von 530 bis 900 Quadratmetern für insgesamt 30 Einfamilienhäuser vorgesehen. Hinzu kommen sechs Bauplätze für Doppelhäuser, je Hälfte zwischen 360 und 460 Quadratmeter. Der Quadratmeterpreis steht Heyen zufolge noch nicht fest. Nach den Worten des Stadtsprechers sollen in dem Gebiet darüber hinaus rund 3000 Quadratmeter separat ausgewiesen werden – und zwar für barrierefreies, seniorengerechtes Wohnen. Demnach werden auf der gesonderten Fläche ebenerdige Wohnformen angestrebt.
Die Notwendigkeit einer Verlängerung der Veränderungssperre im Bereich des Bokeler Bogens begründet die Verwaltung damit, dass die verbindliche Bauleitplanung bisher noch nicht abgeschlossen werden konnte. Die Dauer der bislang gültigen Sperre ist auf zwei Jahre begrenzt. Der Geltungsbereich umfasst das Gebiet südlich der Rheiderlandstraße zwischen dem Ems-Seitenkanal und der Bahnlinie. Innerhalb dieses Gebietes dürfen Grundstückseigentümer seit Mai 2010 keine erheblichen wertsteigernden Veränderungen an Haus und Garten vornehmen. Die Verhängung der Sperre hatte in der Papenburger Politik seinerzeit kontroverse Diskussionen ausgelöst.
Die Verwaltung verweist in der Vorlage für die Ausschusssitzung darauf, dass sie das Hafenentwicklungskonzept in den vergangenen zwei Jahren weiter vorangetrieben, eine regionalwirtschaftliche Studie erarbeiten lassen und einen Masterplan für die Entwicklung im Bokeler Bogen in Auftrag gegeben habe. Auf der Basis des Masterplanes sei nun ein Vorentwurf für einen Teilbereich des Bebauungsplanes erarbeitet worden. Mit dem aktuellen Stand für den ersten Teil des Bebauungsplanes will die Verwaltung nun in die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit einsteigen. Auch darüber soll der Ausschuss eine entsprechende Beschlussempfehlung an den Rat formulieren.
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