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Ausstellung: Zeugnisse von Theo Lingen in Lingen
ct Lingen. Was hat der Schauspieler Theo Lingen mit der Stadt Lingen und dem Haus am Markt 20 zu tun? Antworten gibt bis zum 29. April in einer Ausstellung im Café am Markt im hinteren Bereich, dem Theo-Lingen-Zimmer.
Der Schaupieler, als Franz Theodor Schmitz 1903 in Hannover geboren, hatte mit der Stadt nie wirklich viel im Sinn. Dennoch nutzte er den Namen der Geburtsstadt seines Vaters für sich als Künstlernamen und kam im Jahre 1968 für Fernsehaufnahmen nochmals in die Emsstadt.
Klaus Günther Hafermalz, damals im alten Postamt an der Marienstraße tätig, erinnert sich noch gut an jenen Tag im Juni 1968. „Wir hatten Mittagspause, und dementsprechend waren keine Kunden da. Plötzlich hieß es ,das Fernsehen kommt und will für einen Fernsehspot drehen‘.“ Es handelte sich damals um einen Spot für die Fernsehlotterie, und Theo Lingen sagte den berühmten Satz: „Mit fünf Mark sind Sie dabei.“ Glücklicherweise war sein Kollege und Hobbyfotograf Heinz-Dieter Landwehr auch mit der Kamera zur Stelle, und so sind Zeugnisse von damals in der aktuellen Präsentation im Café zu sehen.
Auch der Lingener Andreas Sielemann, heute Zahnarzt in Mainz, ist auf einigen Fotos zu sehen. Damals zwölf Jahre alt, durfte er mit seinem Freund Martin Wiegmann bei Dreharbeiten mitwirken. Bei den Aufnahmen auf dem Lingener Marktplatz ging es ebenfalls um die Fernsehlotterie.
Zur Eröffnung waren zahlreiche Gäste am Freitag in das historische Haus gekommen. Inhaber Peter Lüttel freute sich, mit der Unterstützung vom Emslandmuseum in seinen Räumen diese Ausstellung präsentieren zu können. Schließlich sei dies ein Ort, an dem Geschichte geschrieben worden sei. Er verwies auch auf die Bronzetafel neben dem Eingang, die eine kurze Zusammenfassung über das Haus und Theo Lingen gebe.
Eine Rückschau über das Leben Theo Lingens hielt Dr. Andreas Eiynck, Leiter des Emslandmuseums. Er bezeichnete ihn, wie schon viele vor ihm, als den „berühmtesten Nicht-Sohn“ der Stadt. Theo Lingen heiratete mit Marianne Zoff, die geschiedene Ehefrau von Bertold Brecht. Mit ihr zog er 1939 an den Wolfgangsee. Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb er die österreichische Staatsbürgerschaft.
Filme wie „Die Lümmel von der ersten Bank“ und zahlreiche Fernsehauftritte sowie das Lied der „Theodor im Fußballtor“ machen den Mann mit der näselnden Stimme bis heute unvergesslich.
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