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Hilbers und Eling setzen Vertrauen in das St.-Matthias-Domizil in Lohne
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Autor: Ludger Jungeblut 11. Februar 2012 05:22 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Von 51 Plätzen im Pflegeheim 46 belegt

Hilbers und Eling setzen Vertrauen in das St.-Matthias-Domizil in Lohne

Lohne. Die Nachfrage nach Pflegeplätzen im Matthias-Domizil in Lohne hat sich erhöht. Das hat der neue Leiter Tobias Ising (39) am Freitag beim Besuch des CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers und des Bürgermeisters Alfons Eling unterstrichen.

 
Über den Besuch des CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers (2. von links) und des Bürgermeisters Alfons Eling (2. von rechts) im Matthias-Domizil in Lohne freute sich der Leiter des Hauses, Tobias Ising (links). Weiter im Bild: Jutta Egbers-Kintzinger von der Pflegedienstleitung (rechts) und die Auszubildende Sevil Sinol. Foto: Ludger Jungeblut  Vergrößern

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Nach Angaben von Ising sind von den 51 Plätzen 46 belegt. Rund 40 Mitarbeiter, die künftig nach Tarif bezahlt werden, betreuen die Pflegebedürftigen. Der Caritasverband der Diözese Osnabrück hatte im Sommer 2011 das Matthias-Domizil in Lohne, das Matthias-Stift in Wietmarschen sowie die Wohnanlage Baus Blick ebenfalls in Wietmarschen von einem anderen Trägerverein übernommen, nachdem dieser in eine finanzielle Schieflage geraten war.

Tobias Ising ist mit Wirkung zum 1. Januar dieses Jahres vom Caritasverband mit der Leitung aller drei Einrichtungen beauftragt worden. Außerdem leitet er seit dem 1. August 2003 das Altenpflegeheim St.-Vincenz-Haus in Neuenhaus. Zuvor waren die drei Einrichtungen in der Gemeinde Wietmarschen kommissarisch von Ute Sommer geleitet worden, wofür ihre alle noch einmal dankten.

Der in Büren (Kreis Paderborn) geborene Ising wohnt in Heek bei Ahaus, ist verheiratet und hat eine fünfjährige Tochter. Er studierte Sozialarbeit mit dem Schwerpunkt Altenhilfe an der Katholischen Fachhochschule Paderborn und absolvierte zudem ein Studium der Gerontologie in Vechta. Neben dem Studium arbeitete er als nicht examinierte Kraft in der Pflege auf einer 75-Prozent-Stelle. Nach dem Studium war er als stellvertretender Heimleiter in einer 132-Betten-Einrichtung im Kreis Paderborn tätig.

Schwerpunkt seiner Arbeit ist unter anderem die palliative Versorgung von dementen Menschen. Ising ist auch Vorstandsmitglied der Grafschafter Hospiz-Hilfe.

„Alle drei Einrichtungen erfahren von den Kirchengemeinden St. Johannes Wietmarschen und St. Antonius Lohne sowie der politischen Gemeinde große Unterstützung“, betonte Ising. Er schlug vor, die bestehenden Kontakte zu den Kindergärten und Schulen durch spezielle Projekte zu verstärken.

Hilbers und Eling freuten sich darüber, dass mit dem Caritasverband ein Träger gefunden worden sei, der sich in der Altenpflege auskenne und die Mitarbeiter anständig nach Tarif bezahlen wolle. „Gut motivierte Mitarbeiter sind für die verantwortungsvolle Arbeit unverzichtbar“, sagte der Leiter des Matthias-Domizils.

Bürgermeister Eling bestätigte, dass inzwischen ein gutes Klima in den Pflegeeinrichtungen herrsche. Nach Meinung von Hilbers ist in den Caritas-Einrichtungen zu spüren, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Laut Hilbers erhöht das Land die monatliche Schulgeldförderung für Altenpflegeschüler auf bis zu 160 Euro. „Damit werden rund vier Fünftel der Schüler faktisch von der Schulgeldzahlung befreit.“

In Sachen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung nach einem Unglück im Dezember 2011 im Matthias-Stift ist laut Ising jetzt die Staatsanwaltschaft am Zug.

Wie berichtet, hatten zwei Frauen im Alter von 79 und 87 Jahren sowie ein 95-jähriger Mann versehentlich Essig getrunken, der zur Reinigung eines Speisewagens bestimmt war. Die 79-Jährige starb nach dem Vorfall. „In Abstimmung mit den Behörden haben wir die betriebsinternen Abläufe so verändert, dass so etwas hoffentlich nie wieder passiert“, sagte Ising. Essig werde zu Reinigungszwecken überhaupt nicht mehr verwendet.

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