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Tätiges Interesse an Malaysia vor dem Gebet
Lotte. „Salamat datang“ begrüßt man sich in Malaysia in einer der vielen Sprachen des Landes. Der südostasiatische Staat ist in diesem Jahr Thema des Weltgebetstags für Frauen unter dem Motto „Steht auf für Gerechtigkeit“. Die evangelische Frauenhilfe in Alt-Lotte bereitete sich jetzt in der Arche inhaltlich auf den ökumenischen Gottesdienst am 2. März vor.
Jedes Jahr gestalten Frauen aus einem anderen Land die Liturgie des Weltgebetstages, informieren über ihr Land, die Lebensverhältnisse, die politische Situation und besonders über die Probleme der Frauen.
In Alt-Lotte zeigte nun Frauenhilfevorsitzende Gitta Schwegmann Dias aus Malaysia und informierte über das Land. Bereits am Vorabend hatte sich das achtköpfige Vorbereitungsteam um Marlies Kribber, das aus evangelischen und katholischen Frauen besteht, zum ersten Mal getroffen und Ideen ausgearbeitet. „Wir waren vor 14 Tagen schon zusammen zur gemeinsamen Vorbereitung in Ibbenbüren“, berichtet die Vorsitzende. Der Abendkreis in Alt-Lotte wird sich bei seinem Treffen am Donnerstag dem Thema Malaysia widmen.
„Das Land war den meisten von uns anfangs fremd“, berichtet Gitta Schwegmann. Eine Teilnehmerin der Frauenhilfetreffen habe sich allerdings mit dem von den malaysischen Frauen herausgegeben Material bereits im Vorfeld sorgfältig in das Thema eingearbeitet.
Der Staat Malaysia besteht aus zwei Landesteilen, die durch das Südchinesische Meer getrennt sind und über 500 Kilometer auseinanderliegen. Mit 330000 Quadratmetern ist Malaysia etwas kleiner als Deutschland.
Die insgesamt rund 28 Millionen Einwohner aller Nationen haben unterschiedliche ethnische, kulturelle und religiöse Wurzeln. Staatsreligion ist der Islam. Immer wieder kommt es jedoch zu Benachteiligungen der religiösen Minderheiten und zu politischen Konflikten mit gewalttätigen Unterdrückungen. 19 Prozent der Einwohner bekennen sich zum Buddhismus, etwa 3 Prozent sind katholisch oder gehören weiteren Religionen an.
Malaysia ist das größte Zielland für ungelernte Migrantinnen in Südostasien, von denen viele Opfer von Menschenhandel wurden. Bis zu einer halben Million Malaysierinnen arbeiten ohne Verträge, ohne geregelte Arbeitszeiten und ohne Mindestlohn als Hausangestellte bei Familien der wohlhabenden Mittel- und Oberschicht.
Die Frauenrechtsorganisation Tenaganita möchte das gesellschaftliche Bewusstsein für diese Probleme fördern. Sie richtete einen Notdienst ein und befreite seit 2006 mehr als 300 Frauen aus den ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen. Die Malaysierinnen fordern mit dem von ihnen vorbereiteten Gottesdienst dazu auf, gegen Ungerechtigkeit aufzustehen.
Der ökumenische Gottesdienst zum Weltgebetstag, zu dem katholische und evangelische Frauen, aber auch Männer herzlich einladen, findet in Alt-Lotte am 2. März ab 17 Uhr in der Arche statt.
In Wersen bereiten die evangelische Frauenhilfe und die katholische Frauengemeinschaft den Weltgebetstag traditionell zusammen vor. „In diesem Jahr findet der Gottesdienst in der katholischen Kirche statt“, sagt Pfarrerin Jutta Kiquio.
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