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In Hilter tagte erstmals der neu gebildete Ausschuss für Energie
Hilter. Klimaschutz geht alle an, auch die Menschen in Hilter. Im Rathaus trat zum ersten Mal der neu gebildete Ausschuss für Klimaschutz, Energie und öffentliche Einrichtungen zusammen. Andreas Witte vom Landkreis und Helmut Eicker von der TEN (Teutoburger Energie Netzwerk) stellten Konzepte für den nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien vor.
Das nach 18 Monaten fertiggestellte integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises analysiert die Möglichkeiten der Erzeugung regenerativer Energien in den Gemeinden und listet auf 188 Seiten die dazu nötigen Maßnahmen auf. Anders als im nördlichen Landkreis, wo wegen der ebenen Bodenbeschaffenheit der Ausbau der Windenergieerzeugung flächendeckend möglich ist, muss im hügeligen Südkreis auf alternative Energiegewinnung gesetzt werden. Gemeint sind Biogasanlagen, Fotovoltaikflächen und zum Teil die Geothermie.
Parallel zur Gewinnung regenerativer Energien müssen Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs vorangetrieben werden.
Als unerlässlich nannte Witte die Sensibilisierung der Kunden. Unerlässlich ist dabei eine professionelle Energieberatung. Witte bot an, im Rahmen einer Vortragsreihe, wie bereits in Melle begonnen, Fachleute zu Informationsveranstaltungen in den Südkreis schicken zu können. Der Ausschussvorsitzende Rainer Kavermann (Grüne) bezeichnete dieses als „kleine Schritte, ohne die nicht vorwärtszukommen“ sei. Gerade der Verbraucher müsse über Einsparpotenziale informiert werden und Fördermöglichkeiten aufgezeigt bekommen.
Eicker, der Vorstandsvorsitzende der TEN, referierte über Veränderungen in den Energiesystemen. In der Zeit der Energiewende liegt seiner Meinung auch die Chance für eine dezentrale Energieversorgung. Kommunen seien in der Lage, Netzwerke zu bilden. Energiegenossenschaften wie die TEN können vielfältige Geschäftsfelder besetzen, was der im Dezember eröffnete Solarpark an der A 30 in Melle unter Beweis stelle. Genossenschaften Hand in Hand mit dem Bürger, den Kommunen und den Banken lautete Eickers Formel.
Die Verwaltung wies auf die schon in der Vergangenheit gemachten Anstrengungen zum Klimaschutz und Einsparmaßnahmen in der Gemeinde hin. So ist etwa mit der Umrüstung der Straßenlaternen auf LED-Technik begonnen worden, Kindergärten und Schulen erfahren bei Modernisierungen energetische Umbauten. Die Fotovoltaikanlage in Wellendorf ist das jüngste Kind, und mit dem Windrad an der Kläranlage besitzt Hilter auch die älteste Windkraftanlage im Kreis.
Im Rahmen des ILEK-Prozesses laufen im Rathaus auch die Fäden des energetischen Gebäudemanagements zusammen.
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21.05.2011
