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Familienlotsen für Artland und Samtgemeinde Bersenbrück
pm Bersenbrück /Quakenbrück. Auch in der Samtgemeinde Artland nimmt das Familienbesucher-Projekt Fahrt auf. Im März wollen sechs Freiwillige nach gründlicher Ausbildung die Arbeit aufnehmen. In Bersenbrück läuft das auf Einwanderer ausgerichtete Projekt so gut wie eh und je.
Der aktuelle Stand der beiden Familienlotsen-Projekte war Thema bei einem Netzwerktreffen im Rathaus Bersenbrück, heißt es in einer Presseerklärung der Samtgemeinde Bersenbrück. Finanziert wird es mit Mitteln des Landkreises und der Kommunen. In der Samtgemeinde Bersenbrück haben rund 90 Familien in einem Jahr die Hilfe der Familienlotsinnen in Anspruch genommen, berichtet Sozialpädagogin Helene Wiebe. Dabei ging es um Fragen zu Kindergärten und Schulen. Die Familien gehören acht unterschiedlichen Nationen an. Die sechs Familienlotsinnen beherrschen neben Deutsch auch Russisch, Ukrainisch und Polnisch. Und sie kennen die Kulturen aus eigener Anschauung, aus denen ihre Klientel kommt. Das macht sie zu idealen Mittlern, auch wenn es um sperrige Themen geht wie Frühförderung, Integrationsgruppen, Zweisprachigkeit in den Kindertagesstätten, alternative Kinderbetreuung oder Bildungspaket. „Die Familienlotsinnen sind keine Fachfrauen, aber sie sind die Vermittlerinnen“, sagt Helene Wiebe.
Häufig genügten einmalige Informationsgespräche. In Gemeindebüros und Kindergärten bieten die Familienlotsinnen Sprechstunden an. „Der Bedarf ist da, und wir bekommen viel positive Resonanz“, berichtete Familienlotsin Tanja Pfaffenrot.
Irina Schwarz und Alla Rudi informierten über Spielgruppen, die nachmittags in einigen Kindergärten stattfinden. Dort haben Eltern die Möglichkeit, sich auszutauschen. Das schafft Gemeinschaft, „da sich hier einheimische Familien und solche mit Migrationshintergrund treffen“, sagt Irina Schwarz. „In den Spielgruppen verlieren die Eltern schnell ihre Scheu“, fügt Alla Rudi hinzu.
„Die Erfahrungen zeigen ebenso wie die Evaluation die offensichtlichen Erfolge des Projektes und den weiteren Bedarf“, fasste der Erste Samtgemeinderat und Bürgermeisterkandidat Johannes Koop zusammen. Mit dem Landkreis Osnabrück will er über die weitere Finanzierung und Fortführung des Projektes sprechen.
In der Samtgemeinde Artland nehmen fünf Frauen und ein Mann an einem Kurs teil, um Familienlotse zu werden. Sie kommen aus Kasachstan, der Türkei, Polen, Afrika und Litauen. „Voraussichtlich im März werden die Familienlotsen im Artland ihre Arbeit aufnehmen“, sagt Christian Remark. Der pädagogische Mitarbeiter der Caritas soll wie Helene Wiebe koordinieren und evaluieren. Als dritte pädagogische Mitarbeiterin verstärkt Galina Krieger das Team.
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