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Bersenbrücker Schüler besuchen Vatikanische Museen in Rom
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Quelle: pm/Bersenbrücker Kreisblatt 09. Februar 2012 19:07 Uhr

Kunstprojekt Laokoon

Bersenbrücker Schüler besuchen Vatikanische Museen in Rom

Bersenbrück. „Oh, den hatte ich mir aber größer vorgestellt!“ So der erstaunte Ausruf eines Schülers beim Anblick der berühmten „Laokoon-Gruppe“ im Cortile Ottagono der Vatikanischen Museen. Gerade 24 Stunden in Rom, da stand nach zwei kleineren „Spaziergängen“ am Freitagnachmittag und Samstagmorgen durch die „Ewige Stadt“ als Kern der Exkursion die Besichtigung der antiken Figurengruppe sowie selbstverständlich auch der anderen hochberühmten Kunstwerke an, die in diesen Museen des Kirchenstaates untergebracht sind.

 
Die Seminarfachschüler des Gymnasiums Bersenbrück vor der Laokoon-Gruppe in den Vatikanischen Museen. Foto: Gymnasium  Vergrößern

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Seit einem halben Jahr beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im Seminarfach mit Themen rund um den trojanischen Priester Laokoon, dessen Todeskampf die griechischen Künstler Hagesandros, Athenodoros und Polydoros so beeindruckend aus Marmor gemeißelt haben. Die dargestellte Szene bildet im Trojanischen Krieg den alles entscheidenden „Point of no Return“: Nachdem die Trojaner alle anderen Warnungen vor dem Geschenk der Griechen abgetan hatten, war allein noch Laokoon, der Priester des Gottes Poseidon, in der Lage, die Hinterlist des Odysseus aufzudecken und das hölzerne Pferd als todbringende Waffe zu entlarven. Doch bekanntlich kam Athene ihrem Schützling zu Hilfe und sandte Seeschlangen, die halfen, den Götterwillen durchzusetzen. Eine dramatische Geschichte, die viele Ansatzpunkte bietet, um eine anspruchsvolle Facharbeit zu verfassen!

Bei weiteren „Spaziergängen“ konnten die Gymnasiasten in der Galleria Borghese mit ihrer Sammlung wunderbarer Bilder und Skulpturen, insbesondere Gian Lorenzo Berninis „Die Flucht des Aeneas“, künstlerische Aspekte des Themas vertiefen. Archäologische und religiöse Interessen führten in die San-Sebastiano-Katakomben an der antiken Via Appia. Ein ganz besonderes Erlebnis aber stellte der Gang durch die Vatikanische Nekropole unter der Kuppel des Petersdoms dar. Und diese vielen kleineren und größeren „Spaziergänge“ fanden bei überwiegend schönem Wetter bis auf Dienstagabend und Mittwochmorgen – da gab es „römischen“ Regen – statt, sodass neben heißer Pizza auch ein Giolitti-Eis auf der Piazza lecker schmeckte.

Apropos schönes Wetter: Gerade noch rechtzeitig kehrte die Gruppe ins „gefrierschrankkalte“ Bersenbrück zurück. Wie hatte eine ältere Dame noch am Mittwochmorgen beim Blick vor die Ladentür gemurmelt: „Tomorrow snow – oh!“ Im Internet gibt es Bilder, die zeigen, dass das sonnen- und wärmeverwöhnte Land mit der weißen Pracht nicht ganz so gut umzugehen versteht.

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