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Ankum: Märchen am Kaminfeuer
Ankum. Draußen ist es kalt. Es ist Winter. Wie gut, dass es den Märchennachmittag für Kinder im Heimathaus Ankum gibt. Am knisternden Kaminfeuer fesselte Heike Koschnicke 60 Kindern mit ihren Geschichten.
Die Erzählerin aus Nordhorn war zum ersten Mal zu Gast im Heimathaus. Vor zwei Jahren begann sie mit dem Erzählen von Märchen. Im nächsten Jahr legt sie eine Prüfung bei der europäischen Märchengesellschaft ab.
Koschnick liest nicht vor, sondern erzählt frei. Je nach Zuhörer wählt sie die Geschichten individuell aus. Nur wenn sie mit dem Märchen eins werde, könne sie es den Zuhörern bestmöglich erzählen, sagt sie.
Am Anfang des Märchennachmittages mussten die Kinder in einer Kiste nach dem goldenen Schlüssel suchen. Als das vollbracht war, nahm Koschnicke aus der Schatzkiste drei Äste und ein Stück Stoff und gab es den Kindern. Jeder Ast symbolisierte eine Gestalt des Märchens und das von zwei Kindern gespannte Stück Stoff eine Brücke.
Die meisten Märchen waren den Kindern unbekannt. Sie stammen teils aus fremden Kulturen und Ländern wie Russland. Immer wieder wurden die Kinder eingebunden, indem sie Figuren darstellten oder sangen. In der Pause konnten sich die Kinder mit servierten Getränken stärken, bevor sie wieder in die Märchenwelt entführt wurden.
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