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Einzelhandel zurück aufs Land holen
pm Löningen. Die Region Hasetal nimmt zusammen mit fünf anderen Regionen in Niedersachsen an einem Forschungsprojekt „ZukunftNah“ der Leibniz-Universität Hannover teil.
Ziel ist es, Szenarien und Konzepte einer innovativen und nachhaltigen Nahversorgung für ländliche Regionen im Strukturwandel zu entwickeln. Dazu werden die wechselseitigen Wirkungen zwischen Versorgung, Siedlungs- und Verkehrsstrukturen, Raumsystemen und Einkaufsverhalten anhand von Beispielregionen aufgezeigt, analysiert und bewertet.
Anlass ist der Rückgang der wohnortnahen Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs in den ländlichen Räumen Niedersachsens und die damit verbundenen Schließungen in allen Bereichen der öffentlichen und privaten Versorgung.
Der sukzessive Abbau von Infrastruktur führe dabei häufig zu schlechterer Lebensqualität und weiteren Wegen. So setzt zum Beispiel der durch Preis- und Konkurrenzkampf beschleunigte Weggang von Lebensmittelläden als Frequenzbringer in den Ortskernen häufig mit der Schließung weiterer Versorgungseinrichtungen eine Negativspirale in Gang und führt damit zum Attraktivitätsverlust und zur Verödung der Ortskerne.
Dies hat spürbare Konsequenzen für die Ortsmitten auch als soziale Treffpunkte, Auswirkungen auf die Aufenthalts- und Versorgungsqualität für Bewohner und Beschäftigte sowie auf die Möglichkeiten einer nachhaltigen Versorgung.
Für das Projekt wurden Kooperationen mit Landkreisen und 17 Kommunen aus sechs LEADER- bzw. ILEK-Regionen Niedersachsens sowie mit einem großen und einem kleinen Unternehmen aus der Lebensmittelbranche eingegangen.
Start an Uni Hannover
Der gemeinsame Projektstart fand an der Leibniz-Universität in Hannover statt. Hier wurden konkrete Erwartungen an das Projekt formuliert, Beschreibungen der Situation der Nahversorgung in den Untersuchungsgebieten gegeben und erste Visionen entwickelt. Im Ergebnis wurde deutlich, dass die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Nahversorgung in den beteiligten Untersuchungsgebieten sehr unterschiedlich sind.
Auch „über den Tellerrand“ soll geguckt werden, um gute Beispiele der Nahversorgung auf dem Land kennenzulernen. Lösungsansätze sollen sowohl für Dörfer als auch für kleine Städte gefunden werden, ein Erfolg wäre dabei das Finden einzelner Lösungsbausteine.
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