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Tippspiel
Tanzensemble „Gaelforce Dance“ mit hinreißender Show in Papenburg
Papenburg. Eine Liebesgeschichte gut zu erzählen ist schon nicht leicht. Wie schwer mag es dann sein, eine solche zu tanzen? Den Tänzern von „Gaelforce Dance“ gelang dies jedoch mit ihrer rasant-zauberhaften Irish-Dance-Darbietung in der Papenburger Stadthalle zum großen Gefallen von etwa 200 Zuschauern.
Das Tanz-Märchen „Gaelforce“ handelt von der leidenschaftlichen wie auch verhängnisvollen Geschichte zwischen Aisling, ihrem Gemahl Lorcan und dessen Bruder Cuan. Als dieser Rhianan (Louise O’Sullivan) heiratet, scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, doch Unheil naht...
Mit immer neuen und stets aus einem Guss erscheinenden Choreografien wussten die 26 Irish-Dance-Akrobaten dabei die Handlung tänzerisch zu erzählen, als hätten sie Worte statt ihrer Beine und Füße verwendet. So steppte das englisch-irische Ensemble einen wirbelnden Freudentanz zur Hochzeit von Cuan und Rhianan und beeindruckte damit vom Start weg das zwar kleine, in der Folge aber umso begeisterte Publikum.
Ein Trio mit Banjo, Flöte und Fiedel spielt liebliche Melodien, noch ist die „Gaelforce“-Welt heil. Doch im Traum erscheint Aisling ihr Mann und ihre Jugendliebe zugleich – sie muss sich entscheiden. Kathleen McCarthy verstand es hier virtuos, die Pein und Leidenschaft der hin- und hergerissenen Aisling zu tanzen.
Die Wahl fällt auf Cuan, die Ehe ist gebrochen und damit auch die Eintracht der „Gaelforce“-Gemeinschaft, die nun, von der eifersüchtigen Rhianan angestiftet, im Blitzgewitter der Bühnenlichtshow mit stampfendem Beat einen martialischen Kampf austrägt, der nur Verlierer haben kann: Aisling ist das erste Opfer, sie stirbt. Die eben noch vor Wut blinden Rivalen Cuan und Lorcan, glänzend besetzt mit Stephan Walker und Patrick O’Mahony, versöhnen sich angesichts dieser Sinnlosigkeit.
Daraufhin setzt das in Schwarz und Weiß gekleidete „Gaelforce“-Ensemble mit einer neuerlichen tänzerischen Steigerung auf der Bühne Himmel und Hölle in Bewegung: Die Dunkelheit kämpft in einem infernalischen Getöse gegen das Licht, das siegreich hervorgeht – Aisling kehrt ins Leben zurück. Die Gemeinschaft ist wieder vereint und das frenetisch applaudierende Publikum mit ihr: Mehrmals fordert es eine zusätzliche Tanzeinlage als Zugabe.
Nachdem die Zuschauer die sichtlich ausgepowerten Tänzer entlassen haben, begannen vielerorts im Saal angeregte Gespräche über das Spektakel. So auch bei Katharina Vogel und Andrea Möring. „Das war schon toll, wie die Tänzer es verstanden, die Geschichte ohne Worte zu vermitteln“, sagen die beiden überwältigt. „Und diese enorme Steigerung in der zweiten Hälfte“, schwärmte Möring weiter. Aus den zufriedenen Gesichtern an der Garderobe war zu schließen, dass es den meisten so gegangen sein dürfte.
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