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Am Bahnhof und am Flughafen gibt es keine Bücher aus oder über Osnabrück
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Am Bahnhof und am Flughafen gibt es keine Bücher aus oder über Osnabrück
Am Bahnhof und am Flughafen gibt es keine Bücher aus oder über Osnabrück
Osnabrück. Bahnhöfe und Flughäfen sind Einfalltore für Besucher und Touristen. Hier können sie sich mit Wissenswertem über die von ihnen bereisten Städte eindecken oder für die Lieben daheim ortstypische Souvenirs erstehen. Allerdings nicht in Osnabrück. Am Hauptbahnhof und auch am Flughafen in Greven werden keine Bücher über Osnabrück angeboten, und auch nach Andenken sucht der Reisende vergeblich – von Ansichtskarten einmal abgesehen.
Sie reise ständig mit dem Zug, sagt die Osnabrücker Autorin Lioba Meyer. In den Bahnhofsbuchhandlungen anderer Städte gebe es oft eine kleine Ecke zu der jeweiligen Stadt, in der von Reiseführern bis Literatur so einiges angeboten werde. Ähnliches hat sie an Flughäfen beobachtet.
Doch im Osnabrücker Hauptbahnhof und am FMO gibt es keine Bücher über die Hasestadt oder von ihren Einwohnern, hat Lioba Meyer festgestellt. „Es ist wichtig, dass sich eine Stadt dort positioniert, wo sie nach außen wirkt“, sagt sie. Osnabrück solle alle Möglichkeiten nutzen, um sich in das Gedächtnis der Gäste zu bringen, die die Stadt besuchen.
Brigitte Broxtermann leitet den Bücher- und Zeitschriftenladen im Hauptbahnhof. Dort liegen die „Neue Osnabrücker Zeitung“ und das „Stadtblatt“ vor der Theke. Über diese Zeitungen können sich Besucher über das Leben in Osnabrück informieren. Die erst kürzlich von Kalla Wefel, Heiko Schulze und Alfred Büngen herausgegebene „Osnabrück-Anthologie“ oder das „Osnabrücker ABC für kleine Klugscheißer“ von Lioba Meyer gibt es in der Bahnhofsbuchhandlung hingegen nicht. „Diese Bücher sind mir schlicht nicht angeboten worden“, sagt Brigitte Broxtermann.
Seit 22 Jahren verkaufe sie im Bahnhof Zeitschriften, Zeitungen und Bücher. In diesen zwei Jahrzehnten habe sie auch immer mal wieder Osnabrücker Souvenirs angeboten. „Sie sind fast nie nachgefragt worden“, berichtet die Ladenchefin. Lediglich der Regenschirm mit der Aufschrift „Osnabrück“ habe sich gut verkauft. Das mag wohl am speziellen Klima der Stadt liegen. Dabei liegt Osnabrück in der Tabelle der regenreichsten Städte Deutschlands des Deutschen Wetterdienstes lediglich auf Platz zwölf. Für Feuerzeuge, Tassen, Stofftiere oder Taschen mit Osnabrück-Schriftzug gebe es keinen Bedarf, ist Broxtermann überzeugt.
Touristen, die Osnabrück besuchen, können sich am Hauptbahnhof oder am Flughafen mit kostenlosen Info-Broschüren versorgen, die von der Osnabrück Marketing- und Tourismus GmbH (OMT) bereitgestellt werden. Sie sind in den Service-Stellen der Deutschen Bahn und der Nordwestbahn erhältlich. „Wir haben vor ein paar Jahren mal ausprobiert, Osnabrück-Artikel am Bahnhof zu verkaufen“, erzählt Dieter Frauenstein von OMT. Die Nachfrage sei aber gleich null gewesen. Dies sei in der Tourist-Info in der Bierstraße anders, so Frauenstein.
Seine Kollegin Beate Krämer berichtet, für Reisebedarf und Bücher zu bestimmten Städten sei der Zeitschriftenhandel an Bahnhöfen zuständig. Dies sei in einem Exklusivvertrag mit der Deutschen Bahn so geregelt. „Werbeartikel und Souvenirs dürfen wir nach diesem Vertrag am Bahnhof gar nicht verkaufen“, sagt Beate Krämer.
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Osnabrück-Souvenirs oder -Bücher reißen es auch nicht raus.