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Der Bramscher Kindertreff muss umziehen
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Probleme mit dem Brandschutz

Der Bramscher Kindertreff muss umziehen

Bramsche. Die Tage des Kindertreffs Meyerei in den bisherigen Räumen sind gezählt. Die ehemalige Hausmeisterwohnung der Meyerhofschule entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Sicherheit und Brandschutz. Ein Umzug steht an. Bei Stadtjugendpflegerin Stefanie Uhlenkamp kommt Wehmut auf.

 
In das Untergeschoss der Meyerhofschule werden Stefanie Uhlenkamp und Reiner vor dem Brocke bald mit dem Kindertreff umziehen. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke  Vergrößern

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Im Ortsrat Bramsche hatte Bürgermeisterin Liesel Höltermann berichtet, dass die Erfüllung der Brandschutzauflagen für die jetzigen Räume oberhalb der Turnhalle zu teuer werde. Der Leiter des städtischen Gebäudemanagements, Alois Lager, spricht inzwischen von 125000 bis 130000 Euro. Die Treppe zum Kindertreff ist aus Holz, ebenso wie die Raumdecken. Eine Fluchttreppe fehlt ganz. „Nur schwer für die derzeitige Nutzung herzurichten“, stellt Lager deshalb in Anbetracht der in den letzten Jahren immer weiter verschärften Sicherheitsanforderungen fest. Für die Stadt ist die Entscheidung damit gefallen: Der Kindertreff muss umziehen.

Die Bauverwaltung hat inzwischen eine Alternative ins Auge gefasst. Im Keller der Meyerhofschule stehen zwei „große Räume mit Tageslicht“ zur Verfügung. Die sollen vorher noch saniert werden. Gestern machten sich Leo Mantke von der Stadt Bramsche und der Brandschutzbeauftragte des Landkreises ein Bild von der Lage. In den nächsten Tagen soll dann die endgültige Entscheidung fallen. Dann lässt sich auch etwas zum Kostenaufwand der Sanierung sagen. Weitere Alternativen sieht – und prüft – die Verwaltung derzeit nicht.

Stefanie Uhlenkamp fällt der kommende Abschied von den lieb gewordenen Räumen sichtlich schwer. „Da ist schon viel Herzblut drin“, gibt die Stadtjugendpflegerin zu. Gemeinsam mit den Kindern wurden die Zimmer wohnlich gestaltet, es wurde gespielt, gekocht, gekickert, und so manches Mädchen machte hier einen Babysitterkurs.

Im Untergeschoss der Meyerhofschule findet zwar jetzt schon die Hausaufgabenbetreuung im Rahmen des Ganztagsangebots statt. Aber den ganzen Nachmittag im Keller zu verbringen? „Das ist schon vom Gefühl her etwas anderes“, meint Uhlenkamp. „Die Kinder, die wir betreuen, brauchen noch einen gewissen Schutzraum.“ Die ehemalige Wohnung bot diesen familiären Rahmen, der in den neuen Räumen eindeutig noch geschaffen werden muss. Die Akustik lässt noch zu wünschen übrig. An den Wänden und Decken verlaufen Leitungen und Rohre über Putz.

Alois Lager sieht allerdings ebenso wie der Erste Stadtrat Ulrich Willems keine Alternative. „Wir schieben niemanden in den Keller ab“, versichert Lager. Von Keller will Willems erst gar nicht reden. „Souterrain“ sei der treffendere Begriff in Anbetracht der großen Fenster oberhalb der Bodensohle. Und ein Weiteres gibt er zu bedenken: In der Innenstadt gebe es keine anderen Räume, über die die Stadt verfügen könne. In Anbetracht der Sicherheitsbedenken müsse man sonst den Kindertreff schließen. „Und das wollen wir alle nicht“, versichert Willems.

Die jetzigen Räume der Meyerei sollen nach dem Umzug für den Publikumsverkehr geschlossen werden. Möglicherweise werde das Tuchmachermuseum sie als Archiv nutzen, meinte die Bürgermeisterin vor dem Ortsrat. Kinder werden in den Räumen aber keinesfalls mehr spielen.

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