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Viertes Familienzentrum entsteht in Neuenkirchen
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Autor: Christoph Franken 09. Februar 2012 16:44 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Sozialausschuss gab Empfehlung ab

Viertes Familienzentrum entsteht in Neuenkirchen

Melle. Rund drei Stunden berieten die Mitglieder des Sozialausschusses am Mittwochabend. Vorsitzender Heiko Grube (parteilos) machte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung seine Marschrichtung deutlich: „Gerade im Sozialbereich sollten wir gemeinsam nach Lösungen suchen und die Arbeit der Ehrenamtlichen und der Selbsthilfegruppen wertschätzen.“ Vier Familienzentren will der Landkreis Osnabrück ab diesem Jahr jährlich mit 12000 Euro fördern.

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Es gibt bereits das evangelische Zentrum am Stadtgraben, das katholische Zentrum in der Kita am Schürenkamp und das Zentrum im Kinderhaus Buer.

Wo soll das Vierte hin? Die Verwaltung hatte den Montessori-Kindergarten der Heilpädagogischen Hilfe in Neuenkirchen vorgeschlagen. Dem wollten die Mitglieder von SPD und Grünen im Ausschuss folgen, während CDU und FDP den kath. Kindergarten in Gesmold favorisierten. Der Standort in Neuenkirchen fand eine knappe Mehrheit.

479 Haushaltsgemeinschaften nahmen Ende 2011 die sozialen Leistungen des Familienpasses in Anspruch. Das sind 29 mehr als im Vorjahr. Im Haushalt eingestellt sind dafür 90000 Euro, ausgeschöpft wurden vergangenes Jahr 84500 Euro. Diese Informationsvorlage griffen SPD und Grüne mit einem Antrag auf, wonach die Obergrenze von 90000 Euro bei wachsendem Mehrbedarf flexibel gehandhabt werden soll. Der Ausschuss folgte dem mit der rot-grünen Mehrheit. CDU und FDP hatten zuvor argumentiert, es sei doch angesichts eines Überschusses von 5500 Euro absehbar genügend Geld für den Pass vorhanden.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder dagegen für einen CDU-Antrag aus, wonach die Sprachförderung ausländischer Schüler mit 6200 Euro unterstützt werden soll. Die Zusammenarbeit mit laufenden Vorhaben durch Stiftungen soll angestrebt und die Effizienz der Mittelverwendung geprüft werden.

Ein zweiter Antrag der CDU, künftig Sozialkonferenzen mit allen Akteuren aus dem Stadtgebiet durchzuführen, stieß nach den Worten von Grube auf eine „positive Grundtendenz“. Das Thema soll aber zunächst in den Fraktionen beraten werden.

Einigkeit herrschte im Ausschuss bei zwei anderen Themen: Die halbe Sozialarbeiterstelle im Jugendwaggon Buer soll mit 12000 Euro bezuschusst werden. Um neue Räume beim Jugendpavillon kümmert sich ein Arbeitskreis unter Mitarbeit des Ortsrates.

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