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Neues Tonabbau-Gebiet im Ruller Bruch
Wallenhorst. Die Wienerberger AG macht sich daran, im Ruller Bruch ein neues Tonabbaugebiet zu erschließen. Die Vorarbeiten haben begonnen, demnächst soll der Abtransport des Rohmaterials für das Klinkerwerk in Pente starten.
Das Areal liegt östlich der Straße „Hundhügel“ im Waldgebiet Ruller Bruch und damit nur einige Hundert Meter von den beiden alten Abbaugruben entfernt. Penter Klinker hat die Felder am „Finkennest“ (Nahe der Autobahn 1) und „Kohkamp“ schon seit Anfang der 90er-Jahre ausgebeutet. Das Unternehmen braucht die Tonerde für die Produktion von Pflasterklinkern, die vom Penter Knapp nahezu in die ganze Welt exportiert werden.
Während die Arbeiten am Finkennest schon eingestellt sind, solle aus der Kohkamp-Grube noch bis Anfang kommenden Jahres gefördert werden, sagte der Rohstoffbeauftragte des Unternehmens, Michael Pfarr. Nach Abschluss der Förderung werden die Flächen rekultiviert, sprich bepflanzt.
Das neue Feld am Hang des Ruller Bruches ist insgesamt sechs Hektar groß. Abgetragen würden einzelne Abschnitte von etwa anderthalb Hektar, erläuterte Pfarr weiter. Rund um das Areal seien zum Teil schon Anpflanzungen vorgenommen worden, weitere sollen folgen. Die Büsche und Bäume sollen einerseits als Sichtschutz dienen, andererseits den Staub abfangen. Bis in zehn Meter Tiefe graben sich die Bagger in den nächsten 25 Jahren vor. Gearbeitet werde an maximal vier Tagen pro Woche, anschließend sei knapp drei Wochen Ruhe, erklärte Pfarr. „Dann haben wir unsere Lager gefüllt.“ Überdies gehe es darum, die Rohstoffe aus den verschiedenen Gruben zu mischen, um optimale Ergebnisse zu erhalten. Für das neue Areal wurde ein Weg von der Straße Hundhügel befestigt. Die Abbaugenehmigung hat das Unternehmen 2006 bekommen. Das Gebiet im Ruller Norden ist im Landesraumordnungsprogramm als „Vorranggebiet für die Rohstoffsicherung“ ausgewiesen.
Die 1899 gegründete Firma Penter Klinker gehört seit 2006 zur Wienerberger-Gruppe, deren Zentrale sich in Österreich befindet.
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