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Bad Essen: Ausstellung „Freundinnen“ in der Sparkasse
Bad Essen. „Das Fundamentale an Frauenfreundschaften sind ihre Gespräche, in denen sie sich bei Problemen unterstützen und gegenseitig austauschen können. Frauen haben ein generelles Bedürfnis, Dinge, die geschehen sind, Dinge, die sie bewegen, mit ihrer Freundin zu bereden und zu analysieren. Eine Freundin gibt das Gefühl von Geborgenheit.“
Das sagte Bad Essens Gemeindebürgermeister Günter Harmeyer in seinem Grußwort zur Ausstellung „Freundinnen“, die jetzt in der Schalterhalle der Sparkasse an der Lindenstraße eröffnet wurde und die bis zum 21. Februar während der Öffnungszeiten besucht werden kann. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaftsausstellung der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Osnabrück und der Gemeinde Bad Essen, Dr. Susanne von Garrel und Ann Bruns. Von Garrel: „Dass Ann Bruns das hier hervorragend organisiert hat, dass wir hier zu Gast sein dürfen, freut uns.“
„Insbesondere wird deutlich, dass Freundschaft sich vor allem mit dem Alter und der Lebenssituation wandelt“, betont die Fotografin Maria Otte (Melle), die die „Macherin“ der Schau ist und in einer Auswahl von 13 Bild- und Texttafeln der Freundschaft auf der Spur ist, damit die Vielfältigkeit und Faszination von Freundschaft zeigt.
Willkommen geheißen wurden die zahlreichen „Freundinnen“, darunter nur wenige Männer, von Andreas Hoffmeier, dem Leiter der Sparkassenfiliale Bad Essen, der zur allgemeinen Heiterkeit dabei Harmeyers Ex-Freundin, seine jetzige Ehefrau Gertrud, begrüßte.
Einfühlsam sorgten Ann-Kathrin Bruns, Gesang, und Christian Märtin, Gitarre, für den musikalischen Rahmen der Ausstellungseröffnung.
„Freundinnen – wie Zucker auf Schwarzbrot“ – so einen Titel kann eine Ausstellung wohl nur in Norddeutschland tragen“, meinte Dr. Elisabeth Mardorf, die die Eröffnung mit ihrem Vortrag „Freundinnen“ bereicherte.
Der Titel bezeichne aber sehr gut, was Freundschaft zwischen Frauen bedeute: „Etwas Grundsolides ohne Schnickschnack, wie Schwarzbrot, das mit wenigen Zutaten auskommt, das aber seine Qualität durch die lange Zubereitungszeit bekommt. Zucker darauf gestreut, das ist das Häppchen Luxus und Genuss“, zählte die Psychologin und Autorin mehrerer Bücher auf.
Ihre eigene Erfahrung sei, dass man mehrere gute Freundinnen haben könne, die man in verschiedenen Lebensphasen kennenlerne, um unterschiedliche Lebensbereiche zu teilen.
Einige seien sogar Begleitung durch das ganze Leben, „bis dass der Tod euch scheidet. Solche Freundinnen sind sich treu, auch wenn sie sich mal über die andere ärgern“, bemerkte Mardorf.
Anhand ihrer Freundinnen Lene („Unsere letzte Begegnung war an ihrem Sterbebett“), Doris und Biggi schilderte sie sehr plastisch, dass aus Freundschaft eine tiefe Vertrautheit, ohne der anderen zu nahe zu treten, Respekt vor dem Anderssein entstehen oder durch räumliche Distanz auch innere Nähe wachsen könne, aber: Freundschaften müssen gepflegt werden“, unterstrich die Referentin.
Zu Freundschaften in späteren Jahren riet sie, auf andere Menschen zuzugehen, sich zu trauen.
Oder umgekehrt: „Seien Sie offen neuen Menschen gegenüber, nehmen Sie sie in Ihrer Mitte auf, machen Sie Menschen einfach miteinander bekannt, knüpfen Sie so Netze.“
Abschließend bekannte Elisabeth Mardorf: „Ich bin dankbar, dass ich Freundinnen habe.“
„Diese Ausstellung wäre nicht möglich gewesen ohne unsere Bad Essener Fotomodelle, die Frau Otto Rede und Antwort standen“, bemerkte letztlich Ann Bruns, die das Schlusswort übernahm und während ihrer Ausführungen unumwunden zugab: „Ich kann mir ein Leben ohne Freundinnen nicht vorstellen.“
Ein Block, ein Stift und ein Kasten würden dazu einladen, so Bruns, Gedanken zum Thema „Freundschaften – Freundinnen“ oder zu der Ausstellung allgemein zu interpretieren.
Angeregte Gespräche und ein Imbiss, für den die Sparkasse sorgte, rundeten die Ausstellungseröffnung unweit des Rathauses ab.
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