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Taubenjagd im Bürgerpark
Osnabrück. Krach im und um den Bürgerpark. Derzeit werden dort Tauben geschossen. Eine Passantin beschwerte sich jetzt über die Jäger, die unter anderem am Samstag dort unterwegs waren. Reinhold Rethschulte, zuständiger Jagdaufseher, sagte auf Anfrage: Alles von der Stadt genehmigt, ungefährlich und sinnvoll.
„Ich war am Samstag mit ein paar Freunden im Bürgerpark am Gertrudenberg in Osnabrück joggen“, berichtete eine Osnabrückerin. Plötzlich habe sie einen Schuss gehört, und Jäger seien der Gruppe entgegengekommen. Die Frau war empört: „Uns waren schon einige Familien mit Kindern und Hunden entgegengekommen.“ Die Kinder hätten im Gebüsch gespielt, und durch das Geraschel hätte man sie für Hasen halten können. Außerdem seien Patienten des Ameos-Klinikums im Bürgerpark unterwegs gewesen.
Die Joggerin machte sich auch Sorgen um sich selbst: „Ich hätte wegen des Geländes nicht sofort gesehen werden können.“ Ein Schuss sei ganz in ihrer Nähe gefallen: „Ich empfinde Unverständnis, wie Menschen in Gefahr gebracht werden, damit Jäger auf Amseln und Tauben schießen können.“
Jagdaufseher Rethschulte bestätigte, dass im Bürgerpark auf Tauben geschossen worden sei. Unter anderem würden die Vögel zu tiermedizinischen Untersuchungen zur Veterinärmedizin der Universität Hannover geschickt. Die Tauben seien im Übrigen nicht nur in Abstimmung mit der Stadt, sondern auch mit Zustimmung der Ameos-Klinik auf deren Gelände geschossen worden.
Um Passanten nicht zu gefährden, hätten er und die übrigen Jäger nur auf Tauben geschossen, die in Bäumen saßen. Vögel am Boden seien nicht aufs Korn genommen worden. Die Jäger hätten auch den Kinderspielplatz umgangen, um eventuell hier spielende Kinder nicht zu erschrecken.
Der Bürgerpark sei zwar „befriedetes“ Gebiet. Das heißt: Hier darf grundsätzlich nicht gejagt werden. Lediglich in Ausnahmefällen ist auch hier die Jagd erlaubt.
Das gilt auch für den nahen Hasefriedhof, auf dem die Jäger am vergangenen Samstag auch auf die Pirsch gegangen waren. Hier hatten sie es neben Tauben auf Kaninchen abgesehen. Die Stadt Osnabrück habe ausdrücklich um die Bekämpfung der Karnickelplage dort gebeten, weil die Mümmelmänner mit ihren unterirdischen Bauten denkmalgeschützte Grabanlagen unterminierten. Einige Grabsteine seien deshalb schon umgekippt. Außerdem sei kürzlich eine Friedhofsbesucherin in einem Kaninchenloch umgeknickt.
Am kommenden Samstag werde er wieder rund um den Bürgerpark unterwegs sein, kündigte Rethschulte an. Die Überpopulation Kaninchen zu dezimieren gehe nur so, sagt Rethschulte. Er informiere vorher auch die Polizei, damit die Leitstelle besorgten Anrufern Auskunft geben kann. Mit den meisten Spaziergängern habe er sich im Übrigen nett über die Jagd unterhalten. Einige hätten ihm helfen wollen, ein totes Reh zu bergen, das er nach Hinweisen von Anliegern aufgespürt hatte. Kritik sei ihm gegenüber dabei nicht geäußert worden. Die Kleingärtner seien den Jägern mit Blick auf ihr Gemüse sogar dankbar. Rethschulte: „Die meisten reagieren positiv.“
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wird "losgeballert"! Auf dem Spielplatz mehrere 1 - 6 jährige Kinder!
Kein Kommentar!!
Z.Zt. treibt Herr Rethschulte als sog. "Jagdaufseher" ebenfalls verstärkt sein Unwesen im Heger/Natruper Holz. Es wird mit erheblichem Tempo über die Waldwege gefahren - egal ob dort
evtl. aus einem Seitenweg Fußgänger mit Kleinkindern kommen oder nicht. Sollte evtl. der Pudel der Kinder ein paar Meter vorgelaufen sein, landet er eben unter dem Auto. Wieso ist die "Thöle" auch nicht an der Leine.................
Aber man hat ja die Behörden auf seiner Seite.
[...Kommentar von der Redaktion bearbeitet]