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„Pfarrer der Reserve“ feiert Jubiläum
simk Fürstenau. Am 3. Februar 1962 weihte Bischof Helmut Hermann Wittler im Dom zu Osnabrück Georg Anders zum Priester. 50 Jahre später feierte die Pfarreiengemeinschaft der Samtgemeinde Fürstenau das Jubiläum ihres Priesters mit einem Hochfest.
Im Festhochamt hielt Pfarrer Hubert Schütte Rückblick auf das vergangene halbe Jahrhundert. Zwei große Ereignisse verbinden sich mit der Weihe des jungen Priesters. Im Februar 1962 erschüttert die große Flut die Menschen. Ein Bruder Georg Anders’ kann bei der Weihe nicht anwesend sein, da er mit dem THW im Einsatz ist. Außerdem versammeln sich kirchliche Würdenträger zum Zweiten Vatikanischen Konzil in Rom. Die katholische Kirche steht vor großen Neuerungen. „Die Biografie des Pfarrers Anders ist verbunden mit dem Strukturwandel der Kirche,“ berichtet Pfarrer Schütte.
1969 kommt Georg Anders zum ersten Mal für drei Monate nach Fürstenau. Dort begegnet er der Küsterin Clara Jansen und Hausmeisterin Margret Künne: eine zukunftsweisende Begegnung, denn heute genießen die drei gemeinsam mit anderen Mitbewohnern ihren Ruhestand im Haus Euthymia. Nach verschiedenen Stationen macht sich Pfarrer Anders vor allem als Pfarrer in Hollenstede einen Namen in der Region. 1985 tritt er auf eigenen Wunsch in den Ruhestand. Seither trägt er die Amtsbezeichnung „Pfarrer i. R.“, also Pfarrer im Ruhestand.
Bürgermeister Herbert Gans formulierte die Bezeichnung in „Pfarrer in Reserve“ um und brachte die Sache damit auf den Punkt. Denn Pfarrer Anders kümmert sich seitdem um die Seelsorge im Pflegeheim St.-Reginen-Stift und damit auch um den Konvent der Thuiner Ordensfrauen. Und er lässt sich nicht lange bitten, wenn Hilfe in den umliegenden Gemeinden notwendig ist. Bei der Gründung der Pfarreiengemeinschaft ist er mit dabei. „Du bist unseren Weg mitgegangen“, betont Pfarrer Schütte.
Nach dem Gottesdienst traf sich die Festgemeinde im Canisiushaus zu einem Umtrunk. Vertreter aus dem kirchlichem und dem öffentlichen Leben reihten sich für ein Grußwort auf. Zahlreiche Gratulanten brachten Glückwünsche und Geschenke. Dem Missionskreis Pater Wernke in Afrika kommen die Geschenke zugute. Die Familie Anders begleitete „ihren“ Pfarrer während seines Jubeltages. Die Nachbarn brachten dem Jubilar in dessen Abwesenheit einen Bogen, der den Eingang des Hauses Euthymia ziert. Pfarrer Anders freut sich nun auf die Bogenabnahme.
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