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Interkulturelles Frühstück in Neuenkirchen
Neuenkirchen-Vörden. Mit konsequentem Engagement hat es Nicole Karadag geschafft, das Integrationstreffen in der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden zu einer Veranstaltung zu machen, die nicht nur regelmäßig stattfindet, sondern inzwischen von zugezogenen sowie einheimischen Frauen gerne besucht wird. Am Dienstagvormittag fand das Treffen, das meist mit einem interkulturellen Frühstück verbunden ist, im Kindergarten Regenbogen im Ortsteil Neuenkirchen statt.
Nachdem das Treffen zunächst ein Ort der Begegnung überwiegend für türkischstämmige Frauen und Aussiedlerinnen war, hat es sich in letzter Zeit zu einer Kommunikationsplattform entwickelt, durch die verschiedene Projekte initiiert werden konnten. So findet dienstags von 18 bis 19 Uhr im Kindergarten Sonnenland in Neuenkirchen ein Sportkurs ausschließlich für Frauen statt, an dem sich viele Türkinnen beteiligen. Der Kurs, der von Agnes Gieske geleitet wird, ist offen für alle Frauen, so Karadag.
Es sei festzustellen, dass es insgesamt viele Initiativen gebe, die dafür sorgten, dass sich einheimische und zugezogene Bürger öfter begegneten als früher. „Die Frauen kennen sich jetzt untereinander, und sie kommen ins Gespräch, auch im Alltag. Das geht von beiden Seiten aus“, so das Fazit von Karadag. Sie forderte die Teilnehmerinnen auf, Vorschläge einzubringen, mit welchen Projekten sich das Integrationstreffen in Zukunft beschäftigen solle.
Nach wie vor sei das Interesse an Deutschkursen sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene sehr groß, erklärte die Aussiedlerbeauftragte der Gemeinde, Katharina Schulz. In der Gemeinde gebe es viele zugezogenen Bürger aus dem Ausland. Schulz wies die Teilnehmerinnen darauf hin, dass sie sich bei Interesse an einem Sprachkurs mit dem Familienbüro der Gemeinde in Verbindung setzen können. In der Gemeinde lebten Familien aus 38 verschiedenen Ländern. Ihr Wunsch sei, ein Projekt in Angriff zu nehmen, bei dem es gelinge, wirklich alle zu beteiligen, sagte Schulz.
Yasemin Özdemir plädierte dafür, dass in der Grundschule wenn möglich auch Türkisch- und Islamunterricht angeboten werden solle. Ihrer Ansicht nach ist dies ein wichtiges Angebot für türkische Familien, denn oft sei es nicht möglich, den Kindern einen umfassenden Überblick über ihren kulturellen und sprachlichen Hintergrund zu geben. Sie selbst sei in Hunteburg aufgewachsen. Dort habe es dieses Angebot schon vor rund 20 Jahren gegeben.
Angelika Möller, beim Caritassozialwerk zuständig für junge Menschen mit Migrationshintergrund, informierte die Teilnehmerinnen, wo man Beratung hinsichtlich der Gleichstellung oder Anerkennung von Zeugnissen oder Berufsabschlüssen holen kann. Heike Bornhorst, Leiterin des Kindergartens Sonnenland in Neuenkirchen, warb für eine mehrsprachige Veranstaltung im März dieses Jahres. Als Bilderbuchkino solle die Geschichte „Freunde“ von Helme Heine in mehreren Sprachen für Kinder und Erwachsenen gelesen werden.
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