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Neuer Kindergarten für Neuenkirchen-Vörden?
Neuenkirchen-Vörden. Mit dem Kindergartenbedarfsplan und der Vorstellung der touristischen Entwicklung im Erholungsgebiet Dammer Berge befasste sich am Dienstagabend der Ausschuss für Soziales, Jugend, Kultur, Sport und Tourismus. Vorher sahen sich die Mitglieder an ihrem Tagungsort, dem Schlachtereimuseum in Vörden, um. Dietrich Stahl, Vorsitzender des Heimatvereins, führte durch die Ausstellung.
Bei der Vorstellung des Kindergartenbedarfsplanes betonte Sozialamtsleiter Martin Wiewerich, dass der Gemeinde die Integration von benachteiligten Kindern wichtig sei. Es bestünden Überlegungen, eine weitere Regelgruppe im Kindergarten Sonnenland (Neuenkirchen) einzurichten. Ebenso müsste vorübergehend eine kleine Regelgruppe im St.-Paulus-Kindergarten (Vörden) wieder angeboten werden, um der Nachfrage gerecht zu werden.
Unabwägbar sei, wieweit sich die Einführung des Betreuungsgeldes im kommenden Jahr auch den Bedarf an Kindergartenplätzen auswirken werde, meinte Wiewerich. Viele Familien überlegten sich dann sicherlich, ob sie das Kind in den Kindergarten geben sollten, so der Amtsleiter. „Das ist kontraproduktiv zu dem Vorhaben, frühzeitig den Kindern eine gute Bildung zu geben“, ergänzte er.
In Anbetracht der Tatsache, dass das altbewährte Betreuungssystem Familie wegbreche, immer mehr Doppelverdiener notwendig würden und die Ansiedlung neuer Firmen im Niedersachsenpark viele junge Familien in die Region ziehe, komme die Gemeinde nicht um eine Aufstockung der Plätze herum. Dr. Ludger Kampsen (CDU) stellte fest: „Wenn die Zahlen es hergeben, werden wir im Baugebiet ,An den Koppeln‘ einen weiteren Kindergarten bauen müssen.“ Martin Wiewerich teilte mit, dass zum 1. August 2012 voraussichtlich insgesamt 293 Vormittagsplätze zur Verfügung stünden. Dabei seien drei Integrationsgruppen, zwei altersübergreifende Gruppen sowie eine Kinderkrippe und eine kleine Gruppe berücksichtigt.
Auf eine „touristische Reise“ mit Informationen über die vielfältigen Aktivitäten der Geschäftsstelle der Tourist-Information Erholungsgebiet Dammer Berge hatte eingangs der Sitzung Bernd Stolle, Geschäftsführer des Vereins, die Ausschussmitglieder per Bildpräsentation mitgenommen. Die touristische Entwicklung habe seit Bestehen des Vereins eine positive Wende genommen. Die Zahlen stiegen laut Niedersächsischem Landesamt für Statistik von 36 Unterkünften und 90000 Übernachtungen im Jahr 1999 auf 52 Unterkünfte und 312471 im Jahr 2010. Bis ins Jahr 2014 wird eine weitere Steigerung von 15,4 Prozent erwartet. In den zugehörigen vier Gemeinden Neuenkirchen-Vörden, Holdorf, Steinfeld und der Stadt Damme wurde im Jahr 2010 ein Umsatz von 51 Millionen Euro erzielt. Unterm Strich bringe das 1,1 Millionen Euro im Jahr an Einkommensteuer.
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