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Bad Iburger Schüler lernen sicheres Verhalten im Netz
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Autor: Heike Dierks 08. Februar 2012 18:40 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

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Jan S. Dienstag, 14. Februar 2012 08:31 Uhr

Passwörter gehören nicht auf Zettel

Bad Iburger Schüler lernen sicheres Verhalten im Netz

Bad Iburg. Wohl jeder hat schon einmal von unachtsamen Internetnutzern gehört, die über Facebook versehentlich Hunderte virtueller Bekanntschaften zur Geburtstagsfeier eingeladen haben. Auch junge Leute hätten inzwischen ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass ein allzu sorgloser Umgang mit persönlichen Daten in sozialen Netzwerken zu Schwierigkeiten führen könne, sagt Internetpädagoge Stefan Berendes. Doch was kann man problemlos von sich preisgeben? Dazu hatte das Projekt „Compass“ einen Aktionstag im Schulzentrum Bad Iburg organisiert.

 
Den sicheren Umgang mit Passwörtern erklärte Martin Schmitz den Fünftklässlern. Foto: Hermann Pentermann  Vergrößern

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Referenten des medienpädagogischen Projekts, das von der Polizei Osnabrück, der Landesschulbehörde, dem Institut für Internetpädagogik, dem Medienzentrum und der Landesmedienanstalt durchgeführt wird, diskutierten mit insgesamt sieben fünften Klassen über den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet. Martin Schmitz aus dem Präventionsteam der Polizei erarbeitete mit der 5e des Gymnasiums, welche Folgen die Preisgabe des eigenen Netzwerk-Passworts haben kann. „Deshalb solltet ihr euer Passwort nur im Kopf haben und nicht auf einem Zettel im Etui“, erklärte Schmitz.

Das Projektteam will dafür sensibilisieren, dass jeder die Wahl hat, was er ins Internet setzt. Der Fachmann klärte darüber auf, wie private Angaben durch benutzerdefinierte Einstellungen nicht die große Öffentlichkeit finden. Im Anschluss setzten sich die Medienpädagogen mit Zehntklässlern zusammen, die im Schulzentrum als Mediatoren agieren, um sich von ihnen inspirieren zu lassen. Denn demnächst sollen Jugendliche im Rahmen des Projekts als Medienscouts ausgebildet werden, damit sie anderen Jugendlichen helfen.

Seit vorigem Sommer wird „Compass“ im Raum Osnabrück angeboten. Es ist eine Fortbildung für Lehrer in Theorie, Didaktik und Medienpraxis, damit sie in ihren Schulen als kompetente Ansprechpartner rund ums Internet zur Verfügung stehen können. Seither sind rund 60 Pädagogen aus 40 Bildungseinrichtungen fit gemacht worden. Die ersten Rückmeldungen seien sehr positiv, berichtete Berendes als Vertreter des Projektes. Der Aktionstag biete eine „dankenswerte Gelegenheit, das Thema sicheres Internet ins Bewusstsein zu rufen und die eigenen Konzepte und Materialien am Endverbraucher zu testen“.

„Die Medienkompetenz ist eines der wichtigen Gegenwarts- und Zukunftsthemen“, konstatierte Klaus Eilert, Leiter des Gymnasiums Bad Iburg. Beim Projekttag und dem Curriculum, an dem das Schulzentrum teilnimmt, steht nicht die technische, sondern die ethische Kompetenz im Mittelpunkt.

„Wenn es Probleme mit der Internetnutzung gibt, dann im sozialen Bereich“, bestätigte Mittelstufenkoordinator Wolfgang Tippel. Er beobachte die „zunehmende Anonymisierung im Netz“ mit Sorge.

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  Leserkommentare

 
Jan S., Dienstag, Februar 14 um 08:31 Uhr Ein Anfang ist gemacht! Kaum 22 Jahre ist es her, das die ersten privaten Internetanschlüße in deutsche Haushalte gelegt wurden und schon fangen die Schulen an auf diesen Umstand zu reagieren!

Langsam kommt es im Bewußtsein der Verantwortlichen an, dass für den sicheren Umgang mit einem so mächtigen Medium wie dem Internet eine umfassende Schulung erforderlich ist.
Die ersten Schritte werden jetzt gemacht.
Besser spät als nie...
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