·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
Startseite|
Lokales|
Melle|
Zeitungsboten, Handwerker und Marktleute: Bei klirrender Kälte stundenlang draußen
|
Lokales|
Melle|
Zeitungsboten, Handwerker und Marktleute: Bei klirrender Kälte stundenlang draußen
Zeitungsboten, Handwerker und Marktleute: Bei klirrender Kälte stundenlang draußen
Melle. Eisige Zeiten mit immer neuen Facetten: Kälterekorde, eiskalte Winde, Schnee, Eis und strahlender Sonnenschein. Wer die Wahl hat, geht nur kurz an die frische Luft. Doch viele Menschen arbeiten bei diesen Minusgraden stundenlang draußen. Zunehmend härter wird die Situation auch für die Tiere.
„Um 7 Uhr morgens waren es minus 17,5 Grad. Warme Kleidung anziehen, zwei Unterhosen und das Gesicht dick einmummeln“, sagt Horst Ballmeyer. Jede Nacht, außer sonntags, steht er um 2 Uhr nachts auf, steigt gut gelaunt auf sein Fahrrad und radelt 17 Kilometer durch Bruchmühlen. Es folgen weitere 16 Kilometer in Wetter, die er jedoch mit dem Auto fährt. Ballmeyer ist Zeitungsbote bei der Neuen Osnabrücker Zeitung. Das Meller Kreisblatt trägt er aushilfsweise auch in Krukum und in Neuenkirchen aus. „Das macht Spaß bei der trockenen Kälte“, betonte er.
Früh aufstehen muss auch Jutta Brinkmann, um den Kohleofen anzuheizen. „Vor Jahren fielen in der Stadt für mehrere Stunden die Heizungen aus, da war ich fein raus“, erinnerte sie sich. „Kragen hoch und arbeiten.“ Carsten Johannsmann von der Straßenbaumeisterei arbeitet stundenlang draußen. Er schützt sich mit Helm und Ohrschutz.
„Hier läuft alles rund, keine Einschränkungen“, meldete Marc Stapenhorst von Metank in Gerden. Die Waschstraßen seien beheizt. Von den Problemen mit eingefrorenen Diesel-Fahrzeugen hörte er bisher nur in den Nachrichten.
„Seit einer Woche haben wir Lieferprobleme bei den Autobatterien“, erklärte Serviceleiter Eckhard Wübbeler vom Autohaus Pietsch. Die Kontingente von Großhandel und Hersteller seien erschöpft.
Im vergangenen Jahr fehlten die Winterreifen, jetzt seien es die Batterien. „Normalerweise wird eine Batterie pro Tag verkauft, jetzt sind es 15 bis 20“, so der Fachmann. Die Produktion laufe jedoch auf Hochtouren. Bisher blieb noch kein Fahrzeug stehen, alle Kunden wurden kurzfristig bedient.
Kuschelig warm ist es im Vorzelt von Peter Mader, der seit 38 Jahren Blumen auf dem Wochenmarkt verkauft. „Die Zwiebelblumen können die Kälte ab“, beruhigte er die Kunden.
„Die seltenen Lachmöwen sind in der Innenstadt, sie kommen nur bei großer Kälte“, berichtete Volker Tiemeyer, Vorstandsmitglied der SON (Stiftung für Ornithologie und Naturschutz). Der Fluss dürfe nicht ganz zufrieren.
Am offenen Wehr an der Mühlenstraße finden die Blesshühner, Stockenten und Gebirgsstelzen noch Nahrung. Auch der schwarz-weiß gefiederte Gänsesäger und der Zwergtaucher kommen nur bei ganz strengen Frösten zu Besuch. „Einige Tiere werden leider nicht überleben“, so Tiemeyer.
Osnabrück zittert bei minus 16 Grad – So kalt wie seit 15 Jahren nicht...
jan/dk/yjs/swa/rll/S. Osnabrück. In Osnabrück war es am Dienstag so kalt wie schon seit 15 Jahren nicht mehr. An der Wetterstation auf dem Ziegenbrink... mehr
Alfhausen: Wie einst in Bethlehem
mh ALFHAUSEN. Morgens noch nasskaltes Schmuddelwetter, mittags dann der erste Schnee. Der Anfang war gemacht, um vorweihnachtliche Stimmung aufkommen... mehr
Melle. Vielen Spaziergängern und Joggern, die in der Nähe der Else unterwegs waren, ist es aufgefallen: In diesem Jahr gibt es im Grönegau so viele... mehr
Mehr Lokales











