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Schüler der Haupt- und Realschule Bissendorf bei „Jugend forscht“
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Autor: Natascha Kanke 08. Februar 2012 17:56 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Leckere Schoki –stinkender Schlamm

Schüler der Haupt- und Realschule Bissendorf bei „Jugend forscht“

Bissendorf. Ist Margarine gesünder als Butter? Wie funktioniert eigentlich eine Biogasanlage? Kann man eine gesunde Schokolade entwickeln? Die Antworten zu diesen Fragen präsentieren Schüler der Haupt- und Realschule Bissendorf auf dem „Jugend forscht“-Vorentscheid in Lingen.

 
Mit ihrer Biogasanlage treten Marvin Ruthemann und Malte Bußmann von der HRS Bissendorf beim „Jugend forscht“-Vorentscheid in Lingen an. Foto: Jörn Martens  Vergrößern

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Einmal in der Woche arbeiteten die drei Gruppen an ihrem Projekt. Doch schon die Themenfindung erwies sich teilweise als äußerst tückisch. „Wir haben erst zwei oder drei andere Projekte gehabt, aber die haben alle nicht so richtig funktioniert“, gibt Lars Wiele zu. Er hat sich zusammen mit Sebastian Stallkamp und Alex Bessel nun für die Entwicklung einer gesunden Schokolade entschieden. Als Grundlage nahmen die Jungen das Rezept von Alex Bessels Mutter und änderten es Zutat für Zutat ab. Es mussten also Ersatzstoffe gefunden werden, sodass die Schokolade letztendlich weniger Zucker und Fett beinhaltet. „Wenn ich eine Zutat weglasse, was muss ich dann als Ersatz hinzufügen? Das war hier die Schwierigkeit“, erläutert Claudia Hawer, Lehrerin der „Jugend forscht-AG“. Die drei Schüler sind mit dem Endergebnis zufrieden. „Beim letzten Mal habe ich mein Projekt leider nicht fertigbekommen. Deshalb bin ich froh, diesmal etwas präsentieren zu können“, sagt Lars Wiele.

Gesunde Schokolade

An der Frage, ob Butter oder Margarine besser schmeckt und welches von beiden gesünder ist, scheiden sich die Geister. Tristan Marzec, Duncan Green und David Jakob wollten einen Beitrag zur Lösung dieses Rätsels leisten. Daher wurde die genaue Herstellung der Brotaufstriche unter die Lupe genommen, sodass sie dann selber Butter und Margarine herstellen konnten. Die Zutaten dafür stellten sie so weit wie möglich selber her. „Wir haben aus Spiritus Pflanzenfett extrahiert, aber am Ende hatten wir leider nur ein paar Tropfen Fett“, erklärt Tristan Marzec.

Die Eigenprodukte wurden dann beim Elternsprechtag für einen Geschmackstest genutzt. Außerdem ließen sie die Eltern vergleichen, ob gekaufte Margarine bzw. Butter besser schmeckt als selbst gemachte. Auch wenn die Konsistenz nicht immer perfekt war, so schmeckten den meisten die selbst gemachten Produkte besser.

Die Biogasanlagen auf den Bauernhöfen in der Nähe ihres Zuhauses führten Marvin Ruthemann und Malte Bußmann zu der Frage, wie diese riesigen Anlagen funktionieren. Um einen Einblick in dieses Thema zu bekommen, durften die beiden eine Biogasanlage in Riemsloh besuchen. Dabei erfuhren sie von einem Mitarbeiter alles über den Aufbau und die Funktionsweise, sodass sie mit einem breiten Expertenwissen ihre eigene kleine Biogasanlage bauten. In einem Eimer lassen die 11-Jährigen richtigen Klärschlamm aus Maissilage und Gülle gären. Das entstehende Gas wird durch einen Luftballon aufgefangen, der über eine Öffnung gestülpt ist. „Bis das erste Gas aufsteigt, dauert es nur einen halben Tag“, erklärt Malte Bußmann. Bei der Vorstellung werden die beiden aber auf den Schlamm verzichten und das Prinzip nur theoretisch erklären. „Der Klärschlamm riecht einfach zu stark“, so Marvin Ruthemann.

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