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Osnabrücker Domschule verliert ihr Wahrzeichen: Pavillon wird abgerissen
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Osnabrücker Domschule verliert ihr Wahrzeichen: Pavillon wird abgerissen
Osnabrücker Domschule verliert ihr Wahrzeichen: Pavillon wird abgerissen
Osnabrück. Schlechte Nachrichten für die Domschule: „Der Pavillon ist so in Mitleidenschaft gezogen, dass wir ihn nicht mehr nutzen können“, sagt Schulleiter Ludger Jansen. Am Wochenende hatte das Rondell gebrannt, in der kommenden Woche wird das heimliche Wahrzeichen der Schule abgerissen. Das trifft insbesondere die Schülerfirma „Fahrrad-Salon“. Sie hatte im Pavillon Material gelagert.
Anfang der Fünfzigerjahre war der Pavillon gebaut worden, an den viele ehemalige Schüler noch gute Erinnerungen haben. In der Anfangszeit wurden hier Milch und Kakao in Viertelliter-Glasflaschen verkauft, und zwar an Mädchen und Jungen der Wittekind-Mittelschule im Gebäude am Herrenteichswall und der Domschule am Erich-Maria-Remarque-Ring (bis 1971 Karlsring).
Um das Rondell drehen sich einige Gerüchte, die aber laut Jansen nicht stimmen. So macht in Osnabrück verschiedentlich die Behauptung die Runde, dass der Rundbau der Domschule der älteste Milchpavillon in ganz Norddeutschland sei. Jansen schüttelt den Kopf. Ebenso wenig sei korrekt, dass das kleine Gebäude unter Denkmalschutz stehe, sagt der Schulleiter.
Kein Gerücht ist hingegen, dass hier noch bis 2006 täglich Getränke und Brötchen an die Schüler verkauft wurden.
Mit Einrichtung der Ganztagsschule wurde allerdings im Vorraum zur Turnhalle eine Cafeteria eröffnet, in der auch Mittagessen ausgegeben wird. Damit wurden die Räumlichkeiten auf dem Schulhof nicht mehr als Verkaufsstand benötigt, weshalb die Schule nach anderen Nutzungsmöglichkeiten suchte. Verworfen wurde der Plan, einen Meditationsraum einzurichten. Diese Lösung wäre angesichts anderer großer Ausgaben für die Schule schlicht zu teuer gewesen, bedauert Jansen.
Umso erfreuter war die Schülerfirma, die in einem ehemaligen Klassenzimmer im Kellergeschoss in Zusammenarbeit mit der Möwe Fahrräder repariert. Für diese Arbeit treffen sich die Mitglieder zweimal wöchentlich, die zudem einen Lagerraum suchten und diesen mit dem alten Pavillon schließlich auch fanden.
Nun wurde dieser durch den Brand aber so stark beschädigt, dass er in der kommenden Woche abgerissen werden soll, was aktuelle wie ehemalige Schüler bedauern. Ein markantes Beispiel für die Schularchitektur der Fünfzigerjahre geht damit verloren.
Für den „Fahrrad-Salon“ wird es wohl eine provisorische Lösung geben, berichtet Schulleiter Jansen. Angedacht sei, dass ein Container aufgestellt wird. Anschließend werde man sich dann in Ruhe überlegen, wie und wo man einen festen Lagerraum errichten könne.
Die Polizei geht derweil weiter von Brandstiftung aus: Offenbar sei ein direkt neben dem Pavillon stehender Papiercontainer in Brand geraten, und von dort aus habe das Feuer dann auf das Gebäude übergegriffen, bilanziert Polizeisprecher Hannes zur Lage.
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