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Kommentar: Fragwürdige Argumentation
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Autor: Wilfried Hinrichs 09. Februar 2012 06:01 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

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Matthias M. Donnerstag, 09. Februar 2012 13:02 Uhr


Kommentar: Fragwürdige Argumentation

Osnabrück.Wer Argumente braucht, nehme eine Statistik. Es findet sich gewiss eine Zahl, die geeignet scheint, die eigene These zu stützen. Zur Not lässt sich auch etwas Unwiderlegbares hineininterpretieren. Wer sich das Positionspapier der Initiative „Lebendiges Osnabrück“ genauer anschaut, kann zu dem Schluss kommen, dass auch hier Zahlen passend zusammengefügt wurden.

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Beispiel Passantenfrequenz: Das Positionspapier greift auf die Zählung der Cima-Gutachter von 2004 und 2010 zurück. Die Zahl der Passanten ist demnach in der südlichen Großen Straße um acht Prozent zurückgegangen. Aber: Zum Zeitpunkt der Zählung 2004 gab es die Kamp-Promenade noch nicht, und die Gutachter weisen im Begleittext ausdrücklich darauf hin, dass sich die Passantenströme seither an der Hamkenstraße aufspalten. Insgesamt sei die Frequenz gestiegen. Ein wichtiges Argument der Centergegner verliert dadurch seine Grundlage.

Beispiel Bauinvestition: Dass von der Investition von 180 Millionen Euro nur 8 Millionen in Osnabrück für Abrissarbeiten und Lieferung von Sand, Kies und Beton bleiben, ist reine Spekulation, wird im Positionspapier aber als Fakt präsentiert.

Beispiel Betreiber: Die Gegner sagen, das Objekt werde zu 80 Prozent an einen Immobilienfonds verkauft. Was sie ausblenden: Das Geschäftsmodell der mfi stützt sich im Gegenteil auf die Entwicklung und den langfristigen Betrieb von Centern.

Die Sorgen der Kaufleute sind ernst zu nehmen. Auch ihre Beteiligung in einem Beirat ist eine gute Idee. Aber die Argumentation, wie sie im Positionspapier niedergelegt ist, bleibt in Teilen fragwürdig.


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  Leserkommentare

 
Matthias M., Donnerstag, Februar 9 um 13:02 Uhr Darum geht es in diesem Artikel doch gar nicht. Ob das Zentrum erfolgreich sein wird, steht auf einem anderen Blatt. Hier geht es nur darum, dass gewisse Faktoren bei der Berechnung nicht den aktuellen Tatsachen entsprechen.

 
P. L., Donnerstag, Februar 9 um 12:25 Uhr Und Schlecker ? Fragwürdig scheint mir nicht nur der Hinweis auf das mfi-"Geschäftsmodell". Auch Borgward, Holzmann oder aktuell Schlecker hatten sicher großartige Modelle - nur reicht das nicht immer aus. Und alle möglichen Gutachten sind zwangsläufig auch nur Spekulationen auf die ungewisse Zukunft. Wer weiß schon, wie lange mfi erfolgreich sein wird ? Das Ihme-Zentrum in Hannover lässt grüßen.

 
Matthias M., Donnerstag, Februar 9 um 10:17 Uhr Danke Wilfried für die Aufklärung :-)
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