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Bauverein Papenburg investiert in Mehrfamilienhaus
hh Papenburg. Nach vielen Jahren investiert der Bauverein Papenburg in den kommenden Monaten erstmals wieder in den Bau eines Mehrfamilienhauses. Sobald die Frostperiode vorbei ist, lässt die Wohnungsbaugenossenschaft Am Fahnenweg in Papenburg ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen bauen. Die Fertigstellung ist für den Spätherbst dieses Jahres vorgesehen. Zudem ist geplant, 2013 oder 2014 ein weiteres Haus im gleichen Stil zu errichten.
Im Gespräch mit unserer Zeitung begründete Vorstandsmitglied und Geschäftsführerin Marita Siebrands die Entscheidung des Wohnungsvermieters, statt – wie in den vergangenen Jahren – Reihenhäuser zu bauen, nun auf ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus zu setzen. Siebrands: „Wir stellen immer stärkere Nachfrage nach innenstadtnahen Wohnungen zwischen 50 und 80 Quadratmetern fest, die barrierefrei und damit auch seniorengerecht sind.“ Vor allem junge Leute und Senioren, die ihr Eigentum verkauft hätten und nun bequem mit Fahrstuhl und seniorengerechten Bädern wohnen wollten, würden sich als Mietinteressenten registrieren lassen.
Siebrands: „Das Haus ist mit einem Fahrstuhl ausgestattet, die Bäder und Bodenbeläge hochwertig, und jede Wohnung hat einen eigenen Balkon.“ Zu haben seien die Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern und einer Größe zwischen 58 und 73 Quadratmetern für eine Kaltmiete von 6,30 Euro je Quadratmeter. Siebrands: „Mit unserem Mietpreis können wir als Genossenschaft auf dem Papenburger Wohnungsmarkt sehr gut mithalten.“
Die Vermietung kann an jedermann erfolgen, der Mitglied der Genossenschaft ist oder wird.
Mit den Bauarbeiten für das Objekt, das als Energieeffizienz-Haus umgesetzt werde, sei das Unternehmen Kuper aus Wippingen betraut. Der Bodenaustausch ist laut Siebrands bereits erfolgt.
30 Bäder werden saniert
Der Neubau wird in diesem Jahr nicht die einzige Investition der Genossenschaft sein. Siebrands: „Vorgesehen ist unter anderem noch die Vollsanierung von 30 Bädern im Wohnungsbestand.“ Insgesamt vermietet die Genossenschaft aktuell 582 Wohnungen. „Leerstand kenne wir nicht, die Nachfrage ist nach wie vor groß“, freut sich die Kauffrau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Das Gesamtvolumen aller Investitionen betrage 2,2 Millionen Euro und damit deutlich mehr als im Vorjahr.
Noch keine Entscheidung gefallen ist laut Siebrands, wie es im Detail mit den 171 Wohnungen weitergehen wird, für die die Genossenschaft seit den 1930er-Jahren einen Bewirtschaftungsvertrag mit der Stadt hatte und die 2010 ohne Einschränkungen an den Bauverein gegangen waren. Siebrands: „Die Bestandsanalyse läuft, und wir werden kontinuierlich investieren.“
Zu berücksichtigen sei, dass alle Wohnungen vermietet seien und Modernisierungen oder Entscheidungen über eine Neunutzung der Flächen in Abstimmung mit den Mietern erfolgen müssen. Siebrands: „Auch für diese Wohnungen gilt: Wer mit uns als Genossenschaft einen Mietvertrag geschlossen hat, genießt dauerhaftes Wohnrecht.“
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