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„Da bringt es schon was, wenn man bekannt ist“
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Autor: Christoph Franken 08. Februar 2012 16:34 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor


„Da bringt es schon was, wenn man bekannt ist“

Wellingholzhausen. Anita Brune ist die erste Frau, die im vergangenen Jahr vom Meller Verein „Semper“ den neu aufgelegten Ehrentitel „Mensch Melle“ verliehen bekommen hat.

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Zurzeit entscheiden unsere Leser bis einschließlich Sonntag wieder, welche Frau und welcher Mann in diesem Jahr „Mensch Melle 2012“ werden. Vor dem Hintergrund der laufenden Wahl sprachen wir mit Anita Brune.

Was hat Ihnen persönlich die Auszeichnung gebracht?

Eigentlich mehr Aufgaben, als vorher schon da waren. Zum Beispiel bauen wir geraden einen neuen Besuchsdienst für Senioren auf und stellen fest: Es ist schwierig, Leute zu finden, die nicht gleich fragen: „Was bekommen wir dafür?“ Es geht aber auch anders: Wir wollen einen Hospizverein für Welling gründen. Beim Info-Abend vergangene Woche kamen genügend Anmeldungen für den ersten Kurs zusammen. Aber zu der Auszeichnung „Mensch Melle“ gehörte auch dazu, dass mich mehr Leute wiedererkannt haben und mich ansprechen. Das wiederum nutzt den Projekten, denn wenn man nicht in die Öffentlichkeit geht, ist man nicht so erfolgreich. Wenn man bekannt ist, fällt es einem leichter, Personen zu finden, die für einen Basar mitarbeiten. Oder es ist einfacher, Kochbücher für einen guten Zweck unter die Leute zu bringen. Da bringt es dann schon was, wenn man bereits einmal öffentlich geehrt worden ist.

Was halten Sie grundsätzlich von der Idee, jährlich den „Mensch Melle“ zu vergeben?

Ich finde das gut, weil damit endlich auch mal die Menschen geehrt werden, die meistens im Hintergrund arbeiten. Außerdem motiviert eine solche Verleihung sicherlich auch Menschen, sich ebenfalls einzubringen oder zumindest einmal über ehrenamtliches Engagement nachzudenken. Natürlich gibt es auch ganz viele weitere Menschen, die eine solche Ehrung eigentlich verdient hätten, das aber gar nicht wollen. Das muss dann aber auch akzeptiert werden.

Nun sollen auf Wunsch von „Semper“ auch berufliche oder künstlerische Erfolge mit einem „Mensch Melle“ ausgezeichnet werden, wenn damit Melle vorangebracht worden ist. Findet das Ihre Zustimmung?

Wenn einer das bezahlt bekommt oder beruflich macht, ist das schön für ihn. Ich persönlich finde aber die Würdigung des Ehrenamtes wichtiger. Dennoch: Wenn beispielsweise ein Unternehmer sehr erfolgreich ist und damit Arbeitsplätze in Melle schafft, dann ist auch das auf jeden Fall ebenfalls sehr wichtig .

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