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Alle Radwegepläne führen nach Halen
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Autor: Ursula Holtgrewe 08. Februar 2012 15:58 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

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Thorsten B. Mittwoch, 08. Februar 2012 16:36 Uhr

Kritik der Initiative am Kreis Steinfurt – Schulterschluss mit Wallenhorst

Alle Radwegepläne führen nach Halen

Lotte. Fußballpokalspiel und Kälte zum Trotz kamen am Dienstag knapp 30 Mitglieder in die Wersener Ratsstuben zum Jahrestreffen der „Radweginitiative Halen, Wersen, Büren“. Kritik gab es am Kreis Steinfurt, der trotz Zusagen die Anbindung nach Wersen noch nicht fertiggestellt hat. Als Gast sagte der niedersächsische CDU-Landtagabgeordnete Clemens Lammerskitten aus Wallenhorst zu, dass er die Radwegeanbindung zwischen Halen und Hollage forcieren werde.

 
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So wie im August will der Verein dieses Jahr an der Achmerstraße loslegen. Auch die Radeltrasse nach Hollage soll Realität werden. Foto: Ursula Holtgrewe

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Die Jahresbilanz der inzwischen 117 Vereinsmitglieder zu Aktivitäten und Finanzen fiel zur Zufriedenheit aller aus. Die Entlastung des Vorstands aus Vorsitzendem Dirk Havermeyer, Vize Hartmut Meyer, Kassierer Lutz Noack und Schriftführer Wilhelm Melcher war eine reine Formsache. Havermeyer dankte den Aktiven für Einsätze mit Muskelkraft und der Sponsorenschar für finanzielle Hilfe, Naturalien-, Dieselspenden und weitere Anerkennungen fürs ehrenamtliche Schwitzen.

„Wir haben unsere Sache fertiggekriegt. Der Kreis nicht“, betonte Havermeyer und erinnerte: Der Kreis habe die Halener Straße sanieren und begleitend den Radweg bauen wollen bis zum Gänsehügel. Dazu erklärte Bürgermeister Rainer Lammers, er habe Gespräche mit Stephan Selker, Leiter des Steinfurter Straßenbauamts, geführt. Der warte ab, bis der Landeshaushalt verabschiedet sei, denn es bestehe die Chance, dass Radwege mit 70 Prozent bezuschusst werden.

„Wir prüfen, ob ein vorgezogener Baubeginn zuschussunschädlich ist. Sonst wird der Kreis den Abschnitt in der zweiten Jahreshälfte beginnen“, erklärte Lammers. „Für mich als Bürger und Vereinsmitglied ist das enttäuschend. Es ist ein Versäumnis des Kreises“, kritisierte Grünen-Ratsherr Stefan Franke. Auch gebe es einen Ratsbeschluss, die Planungen für die Radwegeanbindung Halen–Büren zeitnah voranzutreiben. Vereinsmitglied Oliver Braatz ergänzte: „Derzeit hilft uns der Radweg nicht weiter. Kinder können nicht gefahrlos von Halen nach Wersen fahren.“

Lammers dazu: Der Kreis werde die 70 Prozent nicht liegen lassen, und er habe die Zusage, dass der Kreis beim Radwegebau in Lotte weiterkommen werde. CDU-Ratsherr Werner Schwentker hob heraus: „Wir haben ein klares Ziel: Die Halener Straße soll noch in diesem Jahr fertig werden. Der Rat wird engagiert darauf hinarbeiten. Die Achmerstraße ist ebenfalls klar. Ich denke, das wird die Verwaltung durchziehen.“

Motiviert sind die ehrenamtlichen Radwegebauer, alsbald wieder tätig zu werden beim ersten Abschnitt der Achmerstraße bis zur Mündung Sonnenkamp. Den Brückenbau über die Düte hat Selker nicht vor 2014 zugesagt.

Etwas Bewegung ist in die Verlegung der K23 (Achmerstraße) zum Halener Bahnhof gekommen. Das Thema müsse angepackt werden, auch wenn die Gespräche schwierig seien, so Lammers. „Es ist positiv, dass die Ortsdurchfahrt Halen beim Kreis vor 14 Monaten wieder in die Planungen aufgenommen wurde. Wir sind auf gutem Weg“, meinte Schwentker optimistisch.

Zum Projekt Radweg nach Hollage ergriff Clemens Lammerskitten das Wort: „Der Radwegebau durch die Bürgerinitiative ist eine total klasse Leistung.“ Die Hase dürfe nicht länger Kulturgrenze zwischen den einstigen Königreichen Preußen und Hannover sein. Zwar genieße die Anbindung Hollage–Halen keine hohe Priorität beim Land Niedersachsen, das für die Hollager Landesstraße zuständig sei. Seine Idee, das zu ändern: Niedersächsische Schüler fahren vom Halener Bahnhof aus nach Osnabrück. Bei Schulwegen liege die Priorität per se höher.

„Wir auf der anderen Seite der Hase wollen genauso mit anpacken beim Lückenschluss wie die Halener“, bekräftigte Lammerskitten und wünschte für die Sicherheit einen beleuchteten Radweg.

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  Leserkommentare

 
Thorsten B., Mittwoch, Februar 8 um 16:36 Uhr Dütebrücke nicht vor 2014?! Wenn die Initiative anfägt, vor 2014 die beiden Teilstücke vor und hinter der Brücke zu bauen, dann hat sie überhaupt nichts verstanden. Herr Selker höchstselbt weist darauf hin, wie gefährlich Querungen seien, weswegen der Radweg an der westlichen Seite liegen soll.
Fehlt dann für 2 Jahre oder mehr ein Mittelstück, so muss etwa der linksfahrende *zwei* erzwungene zusätzliche Querungen durchführen. Da ist es definitiv besser, komplett durchgehend auf der Fahrbahn unterwegs zu sein.
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