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Der Pastoralreferent war als Nachtwächter in Salzbergen unterwegs
Salzbergen. Die32. Prunksitzung des Kolping-Karneval-Clubs Salzbergen (KKC) wurde regiert von einem vollen Haus, ausgelassener Stimmung, einem schmucken Elferrat und dem neuen Prinzenpaar Ludger I. von Hobel und Span aus dem Hause Wilde sowie Inge I. derer zu Grothus. „Ehrenamtliche Arbeit hundertfach, bringt hier im Saal Schütte Freude und Spaß!“
Unter dem schmucken Saalhimmel schunkelte auch die 93-jährige Ilse Möhle zur Stimmungsmusik von Erwin Peters. Sie gilt als wohl treuester Fan des KKC und seines ideenreichen Engagements.
Dass Treue sich auch tänzerisch auszahlt, bewiesen eindrucksvoll die Tanzgarden des KKC: Die Juniorengarde verkörperte die Lebensfreude des afrikanischen Kontinents, die Jugendgarde ließ Michael Jackson aus dem Pop-Himmel auf die Bühne herab, die Seniorengarde stieg mit ihrer Nonnen-Nummer in den Tanzhimmel auf, und die „Uschis“ als ehemalige Gardetänzerinnen gehören noch lange nicht zum alten Eisen.
Dem scheidenden Prinzenpaar Friedhelm I. und Anita I. zu Ehren schwang der FC Black&White ein verwirrend-urkomisches Tanzbein. Rund 200 Jungkolpinger sind in Salzbergen aktiv, und so manch einer von ihnen entpuppte sich als närrisches Unterhaltungstalent: Denn die Jugend überzeugte, egal, ob auf dem familiärenOP-Tisch, vor der unerbittlichen Härte des hohen Gerichts oder aus den Zeiten, als ein Zimmer im „Alten Gasthaus Schütte“ ebenso begehrt war wie eine Unterkunft in Paris.
Ein wahrhaft „schräges“ Vergnügen bereiteten die Wackeltenöre aus Listrup einer begeisterten Narrenschar mit der perfekten Kombination aus leidenschaftlichem Gesang, gummigleicher Körperbeherrschung und akrobatischem Überraschungsmoment.
Einen Zugaberekord verzeichneten die Bänkelsänger Josef Brinkel, gleichzeitig wortgewandter Sitzungspräsident, und Franz Reckers, die in bewährter Manier zwar nichts etwas anging, die aber zu allem ein Lied davon zu singen hatten. Die beiden Lokalmatadore gelten seit Jahren als gern gesehener Beweis dafür, dass in Salzbergen genug Unsinn passiert. Auch in der Bütt wurde prächtig glossiert: Tupperware-Expertin Fräulein Rosa alias Annette Gödiker plauderte munter aus dem Frischhaltekästchen und machte zwar keinen Umsatz, dafür aber mächtig gute Stimmung.
Andreas Splinter entpuppte sich als Schönheitschirurg, der das verbale Skalpell zückte und neben seiner Vorliebe für Privatpatienten auch eine Schwäche für derbe Witze zeigte. Nicht nur humoristisch auf den Punkt brachte es schließlich Pastoralreferent Michael Hackenberg, der als Nachtwächter mit Lokalkolorit begeisterte und dessen in der Bütt stets wiederkehrender Wunsch in der Karnevalssitzung des KKC wahr wurde: „Salzbergen – eine gute Nacht!“
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