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Schlittschuhfreunde im Altkreis Lingen müssen sich noch in Geduld üben
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Quelle: mha/ct/pe/Lingener Tagespost 08. Februar 2012 07:18 Uhr

Kommunen prüfen täglich die Seen

Schlittschuhfreunde im Altkreis Lingen müssen sich noch in Geduld üben

Lingen. Die kalten Temperaturen halten weiterhin an. Die umliegenden Seen sind zugefroren, und in der Nacht von Montag auf Dienstag wurden eiskalte minus 14,4 Grad Celsius an der Wetterstation Lingen gemessen.

 
Auf dem Bergler Keienvenn in der Gemeinde Emsbüren hatten diese Jugendlichen am Montagnachmittag jede Menge Spaß beim Eishockey. Die arktischen Temperaturen haben also auch ihre guten Seiten. Die Schlittschuhe dürfen wieder ausgepackt werden. Foto: Heinz Krüssel  Vergrößern

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Laut Lutz Golke von der Wetterstation hat es solch eine eisige Kälte das letzte Mal Ende der 50er-Jahre gegeben — und gibt Entwarnung. „Es wird in den nächsten Tagen milder und ,nur’ noch null Grad Celsius tagsüber und nachts minus 8 bis minus 9 Grad Celsius kalt. Außerdem wird uns noch Schnee erwarten“, meinte der Fachmann auf Anfrage unserer Zeitung. Sein Tipp für diese frostigen Tage: „Warm anziehen und warten, bis es wieder wärmer wird.“

Wer sich gegen die Kälte warm einpackt und gerne Schlittschuh läuft, den juckt es in diesen Tagen in den Fingern, sich die schnellen Kufen unterzuschnallen und über Flüsse und Seen zu gleiten. Aber hier ist Vorsicht geboten, denn nicht überall hat das Eis bereits eine Dicke, die ein gefahrloses Betreten ermöglicht. Das gilt zurzeit für alle Seen in der Stadt, wie zum Beispiel für den Biener See, den Telgenkamp- und den Dieksee. Die Seen dürfen noch nicht betreten werden. Hier sei das Eis noch zu dünn, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Der Bauhof fahre aber regelmäßig zu den Seen und prüfe durch Bohrungen die Dicke des Eises. „Es wird mit der Freigabe in den nächsten Tagen gerechnet“, fügte die Sprecherin ergänzend hinzu.

Es gibt auch Wasserareale, die generell verboten sind. In der Samtgemeinde Spelle sind dies zum Beispiel die Baggerlöcher, wie Stefan Lohaus von der Verwaltung am Dienstag mitteilt. Grundsätzlich verboten ist nach seinen Angaben das Schlittschuhlaufen auf dem Lünner See. Dieses sehe die Satzung ohne Ausnahme so vor. Auf der Speller Aa ist die Strömung so stark, dass sich keine entsprechend starke Eisfläche aufbauen kann. Insider in der Region führen die eisfreie Aa aber eher auf deren hohe Versalzung zurück.

Noch warnen am Lohner Badesee Schilder vor dem Betreten der Eisfläche. „Wir wollen auf Nummer sicher gehen und erst das fachliche Votum der DLRG abwarten“, bestätigt auch Alfons Eling, Bürgermeister der Gemeinde Wietmarschen. Vorher gebe es keine offizielle Freigabe zum Eislaufen.

Am Sallersee wurden bereits am Montag Eisschichten mit einer Stärke zwischen elf und 17 cm gemessen, heißt es von der Samtgemeinde Lengerich. Ehe der See jedoch für die Öffentlichkeit zum Eislaufen freigegeben wird, soll am heutigen Mittwoch nochmals das Zentimetermaß angelegt werden.


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