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Bürgernahe kritisieren: Vorschlag der CDU in Altenlingen reicht nicht
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Autor: Thomas Pertz 08. Februar 2012 07:11 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Wählervereinigung fordert auch einen Verzicht auf Straßentrasse

Bürgernahe kritisieren: Vorschlag der CDU in Altenlingen reicht nicht

Altenlingen. Der Vorschlag der Lingener CDU, den Bebauungsplan Nr. 20 in Altenlingen zu ändern, um ein weiteres Fällen von Bäumen unmöglich zu machen, geht der Wählervereinigung Die Bürgernahen (BN) nicht weit genug. Dies geht aus einer Pressemitteilung der BN hervor.

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Gegenüber unserer Zeitung hatten der CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Hilling und seine beiden Stellvertreter Martin Koopmann und Irene Vehring angekündigt, den B-Plan 20 so zu ändern, dass die bestehenden Waldflächen herausgenommen werden. Der Bebauungsplan regelt die Erweiterung des Logistikzentrums in Altenlingen. Gewerblich genutzt werden soll nach den Vorstellungen der CDU ausschließlich die 2009 gerodete Fläche in einer Größe von neun Hektar.

Wie die Bürgernahen weiter mitteilten, ist der Vorschlag der CDU in einer Versammlung der Wählervereinigung unter Teilnahme zweier Vertreter der „Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst“ ausführlich beraten worden.

„Keine Spielchen“

„Wir begrüßen die Bewegung der CDU sehr und freuen uns grundsätzlich über jeden Vorschlag, den Wald zu retten. Uns geht es dabei aber um die Sache, nicht um politische Spielchen“, sagte der Pressesprecher und stellvertretende Vorsitzende Marc Riße der Erklärung der Bürgernahen zufolge.

Er wies darauf hin, dass die Debatte durchaus kontrovers verlaufen sei. Einige Vertreter der Bürgernahen hätten konsequent die Forderung nach Wiederaufforstung vertreten. Andere hätten in dem Vorschlag die Chance gesehen, wenigstens den Rest des Waldes zu retten, „denn rein rechtlich könnte der aktuell sofort gefällt werden, so wie es die CDU beschlossen hat“.

Dem widersprach Gerda Siebert von der Bürgerinitiative Pro Altenlingener Forst: Niemand im Rathaus traue sich diese Entscheidung zu, sagte sie. Sie kritisierte der Mitteilung zufolge, dass die CDU den Bebauungsplan Nr. 19, der eine Straßen-Trasse mitten durch den Altenlingener Forst vorsieht, offenbar nicht ändern wolle.

Nach langer Diskussion fiel die Entscheidung der BN dann einstimmig aus: „Dieser Kompromissvorschlag ist keiner, solange die CDU nicht deutlich macht, dass im Altenlingener Forst definitiv kein weiterer Baum mehr gefällt wird“, sagte die Vorsitzende Sabine Stüting. „Keine Entlastungs-Trasse, kein Güterverkehrszentrum, kein Autohof, das ist unser Ziel.“

Wenn ein Gewerbetreibender in Lingen geeignete Flächen suche, stünden die BN ihm sehr gerne beratend zur Seite“, erklärte Riße. „Aber dann bitte nicht mitten im Wald.“

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