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„In zahlreichen Meller Schubladen schlummern noch alte Fotografien“
Melle. Seit zehn Jahren veröffentlicht das Meller Kreisblatt jeden Samstag in der Rubrik „Im Lauf der Zeit“ historische Aufnahmen aus dem Grönegau. Diese Serie wird von Studienreferendar Michael Woll (26) betreut, der zum selben Thema auch einen Sonderband „Meller Jahrbuch“ verfasst hat.
Zehn Jahre Serie: Ist das ein Problem für Sie?
Bisher war es nie ein Problem, weil eigentlich immer wieder aus allen Stadtteilen Fotos aufgetaucht sind, die mir unsere Leser geschickt haben. Gerade weil damit oft auch lustige, unterhaltsame und interessante Geschichten aus dem Grönegau verbunden waren, wurde es für mich nie langweilig.
Sie betonten in der Antwort das Wort „bisher“. Warum?
Na ja, wir haben für die Zeitungs-Serie jetzt noch Bilder bis in die Zeit um Ostern. Für die Zeit danach liegt leider noch nichts vor. Daher ist es wichtig, dass wir jetzt zusätzliche historische Fotos bekommen, um die Serie fortsetzen zu können. Insofern sind wir dringend auf die Hilfe der Leser angewiesen. Wichtig dabei ist: Es macht nichts, wenn das Foto beispielsweise Gebäude oder Straßen zeigt, die in der Serie bereits einmal verwendet wurden. Denn auf jedem Foto finden sich wieder andere Details, die uns denselben Ort unter anderen Gesichtspunkten betrachten lassen. Außerdem bringen solche Details eventuell auch neue berichtenswerte Geschichten mit sich.
Woher stammten die alten Fotos in der Regel bisher?
Vieles kommt aus dem Stadtarchiv und wurde dort von Hartmut Wippermann gesammelt. Aber auch die Heimatvereine oder deren Mitglieder aus den einzelnen Orten steuerten historische Aufnahmen bei. Und dann waren da natürlich immer schon die Fotos von interessierten Lesern. Vor allem diese Gespräche mit Lesern zu den Bildern sind es, die mir besonders viel Freude machen. Nur sie können nämlich einen direkten und oft auch persönlichen Bezug zu den Bildern herstellen. Ich bin mir ganz sicher, dass in zahlreichen Meller Schubladen noch alte Fotografien schlummern, deren Auswertung auch für die Heimatgeschichte des Grönegaus und einzelner Orte von Bedeutung ist. Ich bitte daher alle Leser, historische Fotos oder Hinweise darauf an die Redaktion des Meller Kreisblatts in der Mühlenstraße 24 zu schicken. Ich melde mich dann bei den Einsendern.
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