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Wallenhorster Kooperationspartner fordern Sanierungskonzept für Hollager Mühle
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Wallenhorster Kooperationspartner fordern Sanierungskonzept für Hollager Mühle
Wallenhorster Kooperationspartner fordern Sanierungskonzept für Hollager Mühle
Wallenhorst. Der Fraktionschef der Grünen Arnulf Nüßlein bringt es so auf den Punkt: Wäre die Freizeitstätte Hollager Mühle privatwirtschaftlich verfasst, dann hätte sie längst den Gang zum Insolvenzrichter antreten müssen. Seine Partei und ebenso die Kooperationspartner SPD und WWG wollen nicht länger tatenlos zusehen und verlangen daher von der Verwaltung ein Maßnahmenkonzept.
Guido Pott (SPD) pflichtet Nüßlein bei: „Der Zuschussbedarf liegt seit Jahren zwischen 100000 und 200000 Euro, das kann so nicht weitergehen.“ Der Kostendeckungsgrad habe sich sogar negativ entwickelt.
Lag der Anteil der Ausgaben, die durch Einnahmen gedeckt waren, 2005 noch bei 56 Prozent, so waren es 2010 nur noch 42 Prozent. Ludger Meyer (WWG) wies auf die enormen investiven Anstrengungen hin, die die Gemeinde als Eigentümerin in den vergangenen Jahren unternommen habe, teils Sachzwängen gehorchend, wie etwa bei den Brandschutzmaßnahmen, teils aber durchaus auch im Hinblick auf neue Zielgruppen und gesteigerte Aktivitäten, wie mit dem „Kolping-Pavillon“ und dem Badehaus. „Da muss nun aber auch was kommen“, forderte er.
Die drei Fraktionschefs haben einen schriftlichen Antrag gemäß Geschäftsordnung an Bürgermeister Ulrich Belde gerichtet. Sie fordern darin eine Beauftragung der Verwaltung, umgehend ein Konzept „zur Sanierung der defizitären wirtschaftlichen Situation der Freizeitstätte“ auszuarbeiten. Dazu gehöre in erster Linie ein Marketingkonzept, das darauf ausgerichtet sein müsse, die Einnahmeseite nachhaltig zu verbessern. „Ob die Verwaltung das aus eigener Kompetenz leistet oder ob sie externen Sachverstand einholt, das bleibt ihr zunächst selbst überlassen, das wollen wir ihr nicht vorschreiben“, so Nüßlein.
Bestärkt fühlen die drei Fraktionschefs sich durch den Schlussbericht des Rechnungsprüfungsamts des Landkreises, der ebenfalls einen Abbau der Zuschüsse verlangt. Darin werde auch angeregt, die bestehende Catering-Regelung auf den Prüfstand zu stellen. Wenn die Gemeinde die Verpflegung der Übernachtungsgäste in eigene Hände nähme, könne dies möglicherweise Kostendeckungsbeiträge abwerfen. Bislang versorgt die „Herbergsmutter“ Anke Thünker die Gäste auf eigene Rechnung, sie sei quasi Küchenpächterin, allerdings ohne dafür Pacht zu bezahlen. „Nichts gegen Frau Thünker“, stellte Meyer klar, „sie macht sicherlich einen guten Job, aber in der gegebenen Situation darf es überhaupt keine Denkverbote geben.“ Das schließe letzten Endes auch ein Nachdenken über ein ganz anderes Trägerschaftsmodell ein.
Nach Ansicht der Politiker sollte das Konzept auf jeden Fall eine Öffnung auch während der Schulferien vorsehen. Ferner müsse der Lernstandort für erneuerbare Energien als Marketing-Zugpferd eingespannt und offensiver angeboten werden. Und es werde eine Antwort auf die Frage erwartet, ob eine Vergrößerung des Zeltplatzes die Wirtschaftlichkeit steigern könne.
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