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Tippspiel
Sieben Windräder für die Wende
Bissendorf. Sieben Großwindräder mit 7,5 Megawatt Spitzenleistung oder bis 250 Hektar Fläche für Fotovoltaik: Diese Investitionen hat Thomas Honig errechnet, damit Bissendorf den jährlichen Stromverbrauch komplett mit regenerativer Energie decken könnte. Der Niederlassungsleiter der Firma Watt & Wärme Energiekonzepte referierte beim Bissendorfer Bürgerstammtisch.
„Energiewende ja, aber nicht um jeden Preis“, hatten die Veranstalter als Überschrift für den Abend gewählt. Für die praktische Umsetzung bedeutete dies, dass Honig für den ersten Teil des Titels zuständig war, während Stammtisch-Sprecher Uwe Schwindt sich mit der Frage befasste, ob möglicherweise schon zu viele Förderungen ausgeschüttet werden.
Für Bissendorf hatte Honig Zahlen ermittelt, die eine „grüne Stromlücke“ von rund 100000 Megawattstunden jährlich ergaben: Lediglich fünf Prozent der Energie werden regenerativ erzeugt – und davon überhaupt keine durch Windräder: „Hier ist das größte Potenzial“, stellte der Referent entsprechend fest. Um den Bedarf zu decken, würden schon sieben Großwindräder reichen, so Honig. Die allerdings hätten einschließlich der Rotorblätter eine Gesamthöhe von rund 200 Metern.
Problematisch sei auch, dass die Flächen entlang der Autobahn – die sonst für Fotovoltaik genutzt werden könnten – sehr hügelig seien.
Honig hatte zudem Rechenbeispiele für Investitionen in grüne Energietechnik vorbereitet. Dies galt sowohl für Fotovoltaik wie auch für Kleinwindanlagen. In beiden Fällen kam er zu dem Ergebnis, dass sich die eingesetzten Mittel (170000 Euro für Windkraftanlagen und 85000 Euro für Fotovoltaik) bei den festgelegten Einspeisevergütungen nach rund zehn Jahren amortisiert hätten.
Schwindt befasste sich hingegen mit Fragen rund um Einspeisevergütungen und Strompreise. So verwies er auf einen Zeitungsartikel, der sich um die Solarförderung in Bayern drehte: Da die Mittel nur ausgeschüttet würden, wenn die Anlagen auf Dächern montiert würden, hätten erste Nutzer schon Dächer ohne Häuser gebaut.
Ein anderes Thema waren die Strompreise. Schwindt verwies auf eine Studie, nach der die Preise an der Börse durch Solarstrom in den Mittagsstunden zwischen zehn und vierzig Prozent fielen, davon aber nur Großabnehmer profitierten. „Kleine Verbraucher gucken in die Röhre“, verwies er auf die vertraglich festgezurrten Strompreise. Tenor der Runde: Das Abrechnungssystem müsse so geändert werden, dass alle von den Preisschwankungen profitieren könnten.
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