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Hagens Bürgermeister Peter Gausmann 100 Tage im Amt
Hagen. Nur beim Start hat Peter Gausmann in den ersten 100 Tagen noch kurz den Schatten seines Vorgängers Dieter Eickholt gespürt: Als „Bürgermeister Dieter Gausmann“ ist er da in der ersten Sitzung versehentlich begrüßt worden – zur allgemeinen Erheiterung aller Anwesenden. In kürzester Zeit hat der 51-Jährige mit eigener Handschrift in der Verwaltungsarbeit Zeichen gesetzt und einiges auf den Weg gebracht. Seine kurze Termin-Zwischenbilanz: „Bis auf wenige Ausnahmen war der Kalender immer voll. Ab und zu hab ich mir gewünscht, dass der ein oder andere Tag ein paar Stunden mehr gehabt hätte.“
Die „hohe Schlagzahl“ der ersten drei Amtsmonate spiegelt auch wider, dass mehr als 20 Punkte in der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses (VA) der Gemeinde auf der Tagesordnung stehen. Gausmann: „Das zeigt, dass momentan bei uns eine Menge läuft.“ Kein Wunder, dass der Sportfan guter Tradition folgend („Das machen wir seit 15 Jahren“) diese Woche eine Auszeit beim Skifahren einlegt: „Ich bin mal kurz mit Freunden den Akku aufladen.“ Samstagmorgen um 6.30 Uhr ging es mit dem Bulli Richtung Österreich – kommenden Sonntag stehen in Hagen mit dem „Politischen Frühschoppen“ des Kolping und dem „Senioren-Karneval“ schon wieder die nächsten Termine an.
Die Veränderungen: Sie lassen sich im Vergleich zu den Jahren als Kämmerer der Gemeinde vor allem natürlich in der deutlich größeren Zahl von Sitzungen und Treffen deutlich machen. Gausmann: „Natürlich ist das Pensum der ersten drei Monate nicht auf Dauer durchzuhalten. Aber die Arbeit macht mir Spaß und hat natürlich viele positive Momente.“ Zu denen zählen zum Beispiel die Kontakte mit direkt Betroffenen: „Es macht viel Freude, sich mit den älteren Menschen im Anna-Stift auszutauschen, oder zu sehen, wie toll die Eisfläche am Regenrückhaltebecken an der Iburger Straße von den Hagener Kindern und Jugendlichen angenommen wird. Da ist zu sehen, was die Gemeinde auch mit einfachen Mitteln bewegen kann.“ Dieses Gefühl habe er in der Vergangenheit als Kämmerer so nicht gekannt: „Da hat man mehr im stillen Kämmerlein gesessen und sich mit Zahlen beschäftigt.“ Der neue Rathaus-Chef setzt auf Teamarbeit: „Sonst geht nichts. Alle Kollegen und Mitarbeiter packen mit an und sorgen dafür, dass die Gemeinde vorankommt.“ Insgesamt ist er „bisher gut zufrieden“, auch wenn natürlich das ein oder andere nicht wie geplant lief – zum Beispiel die Entwicklung beim gymnasialen Zweig für die Oberschule, für den es vom Kreis erst einmal keine Zustimmung gibt, oder das vorgesehene Baugebiet in der Niedermark, das jetzt nicht kommt, da der Grunderwerb nicht zu realisieren ist.
Die Baustellen: Nachdem in Sachen Verwaltungsstruktur und Fachdienstleitungen nach der Wiederbesetzung des Ersten Gemeinderats mit Markus Hestermeyer das „Stühlerücken“ erledigt ist und auch der Winterdienst „neu aufgestellt“ wurde, stehen jetzt Bau- und Planungsfragen im Vordergrund. „Noch gefeilt“ werde zum Beispiel an der Lösung der Zu- und Abfahrtprobleme am neuen Fachmarktzentrum. Klar ist, dass der Einfahrtbereich vergrößert wird, aber bei anderen Punkten seien noch Feinabstimmungen notwendig. Auf gutem Weg sieht Gausmann die Planungen für das Feuerwehrhaus, während es bei den Planungen für ein Gemeindezentrum, das auf einer Fläche neben dem Anna-Stift entstehen soll, noch einige Arbeit gebe. Doch der Bürgermeister hat seinen Optimismus nicht verloren: „Ich glaube, dass wir eine Lösung finden.“
Die Zukunftsprojekte: Hier stehen die Themen Ortskernentwicklung („Eine Großbaustelle, bei der wir überlegen, eine Beraterfirma einzuschalten“), demografischer Wandel („Eine schwierige Operation, bei der wir die Familien stärken sowie in der Seniorenarbeit Akzente setzen wollen“) und künftige Schulstruktur („Wir müssen auch ohne gymnasialen Zweig der Oberschule das Schulzentrum attraktiv halben“) oben auf der Agenda. Die schönste Schlagzeile wäre aus Bürgermeister-Sicht: Geburtenanstieg in Hagen. Der 51-Jährige: „Aber das kann ich selbst nicht regeln.“
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Oder gibt es da zwischen den Kollegen der Lokalredaktion Kommunikationsschwierigkeiten. Der Bebauungsplan, der für die Seniorenwohnungen neben dem Anna Stift geändert werden soll, heißt doch 'Gemeindezentrum' und darüber wurde doch gerade Ende Januar von einem anderen Kollegen berichtet.