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Tippspiel
„Bullemänner“ begeistern in Emsbüren
Emsbüren. Sie kamen, sahen, und schon hatten sie die Zuschauer in ihren Bann gezogen. Was die „Bullemänner“ aus dem westfälischen „Suchtrup“ im Kespelsaal des Landgasthofes Evering den 200 Besuchern geboten haben, war Kabarett vom Feinsten. Von der ersten bis zur letzten Minute schafften sie es, das Publikum bei Laune zu halten und immer wieder zu herzhaftem Lachen zu bringen.
Augustin Upmann und Heinz Weißenberg hatten kaum die Bühne betreten und die ersten Worte gesprochen, musste man schon unwillkürlich lachen. Durch ihre ausgefeilte Mimik, die kunstvoll gesetzten Sprechpausen und die trockenen und überraschenden Pointen hatten die „Bullemänner“ von Anfang an die Lacher auf ihrer Seite. Ihnen zur Seite stand die „Tastenfachkraft“ Svetlana Svoroba, die als Svetlana Ochottlowa aus Ochott, Suchtrups Partnergemeinde am stillen Och, vorgestellt wurde.
Gleich zu Anfang gab es ein wenig Nachhilfeunterricht in Plattdeutsch, und so erfuhren die verblüfften Zuhörer, wie das „ Weiße Haus“ in Washington auf Plattdeutsch heißt: nämlich „ Obama sin‘ Laden“!
In rasantem Wechsel von Solovorträgen, gemeinsamen Sketchen und bekannten Liedern mit selbst gemachten unterlegten Texten ließen sie nicht die Spur von Langeweile aufkommen. So verulkten sie z.B. in dem Lied „Lecker – bis gestern gab’s Schlecker“ die Schlecker Pleite.
„ Ochotochott“ bietet aber auch Besinnliches: einen verliebten Erdbeerbauern, der zu Chopinmelodien über seine heimliche Liebe zu einer Polin berichtet und darüber Tagebuch schreibt – einmal im Jahr.
Insgesamt kann man sagen, dass die „Bullemänner“ Nonsens, Lieder und grandiosen Stuss gekonnt zu herrlich komischer Unterhaltung machten – staubtrocken, süffisant, charmant und warmherzig.
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21.05.2011
