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Deutsches Milchkontor investiert rund eine Million Euro am Standort Neubörger
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Autor: Gerd Schade 06. Februar 2012 18:46 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Klares Signal für Molkerei

Deutsches Milchkontor investiert rund eine Million Euro am Standort Neubörger

gs Neubörger. Die Joghurtkulturen brüten bei kuscheligen 40 Grad, und selbst im Kühlhaus der Molkerei in Neubörger ist es mit zwei Grad über null derzeit deutlich wärmer als draußen. Vor dem Temperaturwechselbad, das Werkleiter Dirk Fricke einer Gruppe von CDU-Politikern am Montag bei einem Betriebsrundgang zumutet, hat die gute Nachricht bereits die Herzen der Besucher erwärmt. Das Deutsche Milchkontor (DMK), zu dem die Molkerei gehört, wird rund eine Million Euro am Standort Neubörger investieren.

 
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Frisch verpackt kommt dieser Joghurt aus einer der Becher-Abfülllinien. Werkleiter Dirk Fricke (Zweiter von rechts) erläutert (v. r.) Bernd Busemann, Neubörgers Bürgermeister Heinz-Joachim Schmitz und dem Dörpener Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken die Produktionsabläufe. Fotos: Gerd Schade Eimerweise wird Joghurt in Neubörger abgefüllt.

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Wie Fricke zusammen mit dem Sprecher der DMK-Unternehmensführung, Hermann Cordes, erläutert, soll eine zweite Abfülllinie für Milchfrischprodukte in Eimern installiert werden und im Sommer in Betrieb gehen. Im Gegenzug werde eine der Abfüllanlagen für Becher stillgelegt. Nach den Worten Frickes gewinnt für Neubörger die Belieferung für Großverbraucher beziehungsweise die Lebensmittelindustrie zunehmend an Bedeutung.

In der Molkerei werden rund 150 verschiedene Artikel hergestellt. Die Produktpalette umfasst insbesondere Joghurt, Dickmilch, Kefir, Buttermilch-Desserts, Schmand und saure Sahne (Crème fraîche). Abgefüllt wird vom 150-Gramm-Becher über 10-Kilogramm-Eimer bis hin zu Lebensmittel-Containern.

Umfassendere Mengen sind für Großküchen, -kantinen oder Gewerbegaststätten bestimmt. Großabnehmer für Milchfrischprodukte aus Neubörger ist außerdem die Lebensmittelindustrie. Sie finden beispielsweise bei der Herstellung von Fleischsalat oder Joghurtdressing Verwendung.

Eine der Abfülllinien schafft bis zu 24000 Becher pro Stunde. Fricke zufolge wurden in Neubörger 2011 rund 180 Millionen Becher produziert. Wie der Werkleiter erläutert, ist die Produktion in Neubörger in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. So wurden 2011 rund 68000 Tonnen Milcherzeugnisse hergestellt, 2003 waren es knapp 42000 Tonnen. „Wir sind stetig gewachsen und zurzeit gut ausgelastet“, berichtet Fricke. 2004 wurde die Kühlanlage erweitert, im vergangenen Jahr die gesamte Anlagensteuerung modernisiert und der Betrieb auf ein durchgehendes Dreischichtmodell umgestellt.

Die CDU-Kommunalpolitiker um den Landtagsabgeordneten und Justizminister Bernd Busemann werten die Investitionsentscheidung des DMK als ein starkes Signal für den Standort Neubörger. „Es zeigt, dass die Molkerei im Konzern gesetzt ist“, sagt Busemann. Das DMK, seit dem Zusammenschluss der Gesellschaften Humana Milchindustrie und Nordmilch Deutschlands größtes Milchunternehmen , hatte im Herbst 2011 Veränderungen an den meisten seiner 23 Standorte angekündigt. Unter anderem sollen im Rahmen eines sogenannten Werksstrukturkonzeptes der Standort Strückhausen (Eis) und ein Tochterunternehmen in Magdeburg (Milch) geschlossen werden.

Auch der Vorsitzende des Betriebsrats in der Molkerei Neubörger, Andreas Hesselbrock, wertet die Investitionsentscheidung als „ein klares Bekenntnis für den Standort“. Hesselbrock, auch Mitglied im DMK-Gesamtbetriebsrat, vertritt in Neubörger die Interessen von 114 Mitarbeitern, davon sechs Auszubildende (Milchtechnologen, milchwirtschaftliche Laboranten und Mechatroniker).

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