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Stolpersteine für Verfolgte aus Freren
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Autor: Carsten van Bevern 07. Februar 2012 07:39 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Sponsoren werden gesucht

Stolpersteine für Verfolgte aus Freren

vb Freren. In rund 750 Städten und Gemeinden erinnern mittlerweile über 32000 Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig an das Schicksal der Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Selbstmord getrieben wurden. Am 13. Juni sollen in Freren 19 solcher Stolpersteine verlegt werden.

 
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14 Stolpersteine sind Anfang 2011 in der Lingener Innenstadt verlegt worden – Schüler legten seinerzeit Rosen nieder. Am 13. Juni sollen sowohl in Lingen als auch in Freren weitere Steine verlegt werden.Fotos: Carsten van Bevern In der Stadt Freren sollen am 13. Juni 2012 19 Stolpersteine für von dort deportierte Juden verlegt werden. Maruia Kuiter vom Kulturkreis Impulse und Lothar Kuhrts von der Geschichtswerkstadt Samuel Manne foffen auf Sponsoren für die jeweils 120 Euro kostenden Steine

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Vor fünf Häusern sollen dann in der Grulandstraße, in der Bahnhofstraße und „Zum Kirchblick“ auf die Wohnorte von Frerener Juden aufmerksam gemacht werden. Die Daten, die für die Steine benötigt werden – dies sind neben dem Namen das Geburts- und das Deportationsjahr, sowie weitere Angaben zum Schicksal – sind längst bekannt. „Das war in Freren kein großes Problem“, erklärt Lothar Kuhrts. Der pensionierte Lehrer erforscht seit vielen Jahren das Schicksal der ehemals in Freren lebenden jüdischen Familien. Die von ihm betriebene Geschichtswerkstatt Samuel Manne und der ebenfalls in der Alten Molkerei ansässige Kulturkreis Impulse sind daher auch die Initiatoren des Stolpersteinprojektes.

Zum Beispiel sollen vier Gedenksteine an die Familie Fromm erinnern: Der im Ort hoch angesehene und im Ersten Weltkrieg für das Deutsche Reich kämpfende Soldat Salomon Fromm musste nach der Pogromnacht im November 1938 sein großes Haus in der Grulandstraße für einen geringen Preis verkaufen. Die letzten in Freren verbliebenen Juden wurden am 11. Dezember 1941 deportiert. Sie wurden nach Osnabrück und von dort ins lettische Riga gebracht. Der 42-jährige Siegfried Meyberg starb im Sommer 1942 an Entkräftung. Im Vernichtungslager Auschwitz kamen schließlich die Witwe Emma Schwarz und ihr knapp vierjähriges Enkelkind Samuel Manne ums Leben.

Schicksale, die nun auf den in Handarbeit gefertigten Steinen verewigt werden sollen. 120 Euro kostet ein solcher Stein. „Wir hoffen, dass Frerener Bürger, Schulklassen oder Vereine Patenschaften für einen solchen Stein übernehmen“, hoffen Maria Kuiter vom Kulturkreis und Lothar Kuhrts auf eine möglichst große Resonanz. Beide gehen mit gutem Beispiel voran – und sponsern jeweils einen Gedenkstein.

Nähere Informationen zum Projekt und zu möglichen Patenschaften beim Kulturkreis Impulse unter Tel. 05902/ 93920 sowie per E-Mail: info@impulse-freren.de. Spenden können auf das Konto 130000 813 (BLZ 26650091, Stichwort „Stolpersteine“) eingezahlt werden.

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