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SPD und Grüne: CDU geht in Altenlingen nicht weit genug
Lingen. Als „zaghaften Schritt in die richtige Richtung“, dem weitere Schritte folgen müssten, hat der SPD-Ortsverein Lingen den Vorschlag der CDU bewertet, den Bebauungsplan Nr. 20 in Altenlingen zu ändern. Die Grünen sehen darin seitens der CDU ein „halbherziges Eingeständnis vergangener Fehler und keine wirkliche Neuorientierung.“
Wie berichtet, hatte die Union vorgeschlagen, die vom B-Plan 20 umfassten Waldflächen in Altenlingen aus dem Plan herauszunehmen und eine gewerbliche Entwicklung ausschließlich auf den 2009 gerodeten Flächen zuzulassen. Unberührt soll nach Auffassung der CDU der B-Plan 19 bleiben, der den Bau einer Nordtangente durch den Altenlingener Forst vorsieht.
Die SPD werde bei ihrer Forderung bleiben, die gerodeten Flächen wiederaufzuforsten und die beiden B-Pläne zurückzunehmen, betonte Andreas Kröger, Vorsitzender des Lingener SPD-Ortsvereins, in einer Erklärung. Die von der CDU beabsichtigte „offensive“ Vermarktung der gerodeten Fläche werde zu keinem Erfolg führen, da sich dort aufgrund der hervorragenden Öffentlichkeitsarbeit der „BI Pro Altenlingener Forst“ keine Unternehmen ansiedeln würden.
Im SPD-Ortsverein Lingen ist man sich einig darüber, dass die CDU „endlich in der Vergangenheit getroffene Fehlentscheidungen revidieren und den Mut aufbringen sollte, ihre Beschlüsse komplett (B-Plans 19 und 20) rückgängig zu machen“. Der Landkreis Emsland errichte gerade einen 42 Hektar großen Klimaschutzwald. „Da passen neun zusätzliche Hektar aus Lingen prima ins Bild“, meinte Andreas Kröger, Landtagskandidat des SPD-Ortsvereins Lingen.
Drei Jahre lang sei es nicht gelungen, auf dieser ehemaligen Waldfläche Gewerbe oder Industrie anzusiedeln. „Da müssen nun mal die damaligen Entscheider eingestehen, dass die übereilte Rodung ein schwerer Fehler war. Sie sollten zu ihrem Fehler stehen und nicht einen Rückzug auf Raten antreten, sondern die Aufhebung beider Bebauungspläne im Rat einbringen: Jenen für das Industrie- und Gewerbegebiet und den für die Straße durch den Wald“, erklärte Peter Blauert, Sprecher des Ortsverbandes der Grünen.
Beide Pläne ändern
Nach Ansicht der Grünen könnten die Vorschläge der CDU nur dann zu einem wirklichen Signal werden, wenn die Mehrheitsfraktion das gesamte Maßnahmenpaket der Bebauungspläne 19 und 20, die damals im Rat auch als Paket vorgestellt worden seien, gemeinsam neu verhandele, ehrlich die Fehlentscheidungen früherer Jahre revidiere und die Planungen auch rechtlich zurückgenommen werden.
Die Grünen befürchten einer Mitteilung zufolge, dass mit dem CDU-Vorstoß versucht werden soll, die Bewohner in Altenlingen und die in Heukampstannen gegeneinander auszuspielen. Die leicht veränderte Position der CDU beziehe sich offenbar nur auf das Waldstück, also auf den Bebauungsplan 20 und nicht auf den B-Plan 19, in dem es um die Nordtangente gehe, erklärte Thomas Kühle, Mitglied der Grünen und Mitglied im Ortsrat Altenlingen. Hierzu schweige die CDU, „was einzig den Schluss zulässt, dass sie weiterhin die Straße auf einem Damm durch den Altenlingener Forst führen will.“
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