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„Der Gesellenbrief ist nur ein Etappenziel“
anna Papenburg. 137 junge Handwerksgesellen haben den erfolgreichen Abschluss ihrer Lehre gefeiert und wurden mit dem Gesellenbrief in der Tasche in das Berufsleben entsandt. Die 33 Absolventen der Innung für Elektro- und Informationstechnik Aschendorf-Hümmling erhielten ihre Zeugnisse in einer feierlichen Stunde im Kolpinghaus Papenburg. Demgegenüber begingen die Kraftfahrzeug-Innung (KFZ) und die Innung der Metallhandwerker Aschendorf-Hümmling die Lossprechung ihrer Lehrlinge gemeinsam.
„Lehrjahre sind keine Herrenjahre, aber die karge Ausbildungszeit liegt jetzt hinter ihnen“, begrüßte Ludwig Hambach, Lehrer der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Papenburg, die insgesamt 104 „Junggesellen“ der Metallhandwerk- und Kfz-Innung im Forum der BBS. Durch den Abschluss der Ausbildung sei das Fundament für die familiäre und berufliche Zukunft gelegt worden, so Hambach. Dies sei zwar ein erster wichtiger Schritt, dürfe aber keinesfalls der letzte Schritt auf dem Weg zu einem qualifizierten Handwerker sein.
In diesem Sinne ermahnte auch Markus Ahrens, der Obermeister der Kfz-Innung, die Absolventen, weitere Schritte folgen zu lassen. Ahrens rief die Berufseinsteiger dazu auf, die möglichen Fort- und Weiterbildungen zu nutzen und angesichts der immer neuen Entwicklungen im Kfz-Bereich nicht die Hände in den Schoß zu legen. „Gehen Sie den Königsweg, machen Sie Ihren Meister“, appellierte er. Auch Theo Schmitz, der Obermeister der Metallhandwerks-Innung, riet den Absolventen dazu, keineswegs mit dem Erreichten zufrieden zu sein.
Die besten Voraussetzungen, den Königsweg einzuschlagen und die Meisterschule zu besuchen, haben dank ihrer hervorragenden Prüfungsergebnisse im Bereich Metallhandwerk Mathias Dirksen, Oliver Scheffler und Frederic Ströcker sowie der Prüfungsbeste der Kfz-Innung, Felix Bonin.
„Mit dem heutigen Tag haben Sie den Übungsraum verlassen und müssen Ihre Geschicke selbst leiten“, hieß es von Kreishandwerksmeister Bernhard Röttgers bei der Feier der Elektroniker. Der Gesellenbrief sei der Lohn für die Zeit und die Kraft, die in die Ausbildung gesteckt wurden, so Röttgers. Der Abschluss der Ausbildung eröffne viele berufliche Perspektiven, sollte aber nur als Etappenziel betrachtet werden. Wettbewerbsfähig bleibe nur, wer ein hohes Maß an Qualifikation besitze, beweglich bleibe und die Bereitschaft zeige, sich durch Weiterbildungen den neuen Entwicklungen anzupassen.
„Den Führerschein haben Sie in Form des Gesellenbriefes jetzt zwar bestanden, Ihre neue Freiheit ist aber auch mit Risiken verbunden“, warnte Heinz Konken, stellvertretender Obermeister der Elektro-Innung und Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Auch er beschwor die Gesellen, sich nicht auf der bestandenen Prüfung auszuruhen, sondern stets die Zukunftsperspektive im Auge zu behalten. Das beste Ergebnis in der Gesellenprüfung zum Elektroniker erzielte Thorsten Schmitz.
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07.04.2012
