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In Merzen haben Zitronen Beine – aber nur im Karneval
Merzen. Am Sonntagnachmittag wiederholten die Damen der kfd Merzen im Saale Maassmann, was sich schon am Freitagabend als erfolgreiche Mischung erwiesen hatte: Merzener Frauenkarneval nach dem Motto „Dass der Saal bebe und der Frohsinn lebe!“.
Elisabeth Grüter und Maria von der Haar vom kfd-Vorstandsteam begrüßten zu einem über vierstündigen Programm, durch das Irmgard Hengelage führte. Unterstützt wurde sie dabei vom Funkenmariechen Lisa Schluchter, Musiker Martin Singer und Techniker Franz Josef Kemper. Gleich zu Beginn freute sich Pfarrer Stephan Höne zwar über den großen Zulauf, bedauerte aber auch, aus persönlichen Gründen in diesem Jahr einmal nicht selbst in der Bütt stehen zu können.
Los ging der Spaß dann in „Stefanies Bistro“, das „Besuch aus dem Norden“ bekam. Mit drei Kunden unterhielt sich Stefanie dabei auch über den „Dreifaltigkeitspastor“. Nach einer gekonnten Einlage der Tanzgarde benutzte Doris Kolde in ihrer Rolle als Jaqueline Chantale beim Spielen ein böses Wort, worauf die Strafe von Oma Gertrud Dieckhoff folgte.
Als Landfrau zeigte sich Irene Ricke, die so manche Probleme mit ihrem Mann Dieter hatte. „Haben Zitronen Beine?“, wollte er etwa wissen, nachdem er sich mittels Entsafter ein frisches Getränk zubereitet hatte. Da war er wohl an den Kanarienvogel Hansi geraten. „Hör auf zu saufen, wenn du keinen Durst mehr hast“, empfiehlt Irene. Und wie kontert Dieter? „Warum guckst du andauernd in den Spiegel, wenn du nicht schön bist?“ Die 1,2 Meter lange Perlenkette, die er ihr geschenkt hat, verwandelte sich beim Duschen dann auch noch in Schaum und erweisen sich als Persil Megaperls.
Gertrud Dieckhoff ist ein Engel. Seit 30 Jahren stand sie so jedenfalls auf der Bühne und betrachtete bei ihrem Flug über die Gemeinden lokale Ereignisse und Menschen kritisch. „Wir sehen uns nicht wieder“, verabschiedete sie sich von ihrem Publikum. Als Lisbeth versuchte Irene Ricke dann, ihren von Maria Böwer gespielten Heini vom Zeitungslesen abzubringen. Letztendlich taten sie es dann nach langer Zeit wieder einmal: „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ zu spielen.
„Der Frühstücksclub“ brachte die sieben Zwerge wieder in Erinnerung und hatte gar einen sprechenden Spiegel dabei. „Das wahre Märchen vom Rotkäppchen“ stellten sodann „Die Ungleichen“ vor. Mit passend hintereinander geschnittenen Liedpassagen ergab sich eine etwas andere Geschichte. Quintessenz: Der Wolf wurde vom Trecker überfahren.
Ganze neun Nana Mouskouris bevölkerten dann die Bühne. Fünf rot gekleidete wollten sich dabei mit „Akropolis adieu“ gegen vier weiß gekleidete mit „Weiße Rosen aus Athen“ durchsetzen. Auf 60 Jahre Ehe blickte Heike Heimbrock zurück. Selbst der ortsansässige Redakteur sei schon da gewesen. Und auch von den Erlebnissen in der Verwandtschaft hatte sie noch einiges zu berichten.
Eine Schar Flamingos oder ähnlicher Großvögel belebte dank schwarz gekleideter Spieler vor schwarzer Wand dann die Bühne mit einer geschickten Illusion als „Merzener Federviecher“, gefolgt von einem weiteren Auftritt der Tanzgarde.
Was für ein Spektakel passiert, wenn eine Oma auf dem Weg zur Kreislandfrauenversammlung wegen einer Umleitung in einer Disco landet, schilderte Elisabeth von der Haar.
Vor dem Finale dann der „Karneval-Mega-Mix“. Das Moderationsduo Atze Schröder und Cindy aus Märzehn präsentierte in Form einer Hitparade Modern Talking, Wolfgang Petry, die Village People, Helene Fischer, DJ Ötzi, Antonia und Mickie Krause.
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