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In Merzen haben Zitronen Beine – aber nur im Karneval
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Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt 06. Februar 2012 15:20 Uhr

Motto: „Dass der Saal bebe!“

In Merzen haben Zitronen Beine – aber nur im Karneval

Merzen. Am Sonntagnachmittag wiederholten die Damen der kfd Merzen im Saale Maassmann, was sich schon am Freitagabend als erfolgreiche Mischung erwiesen hatte: Merzener Frauenkarneval nach dem Motto „Dass der Saal bebe und der Frohsinn lebe!“.

 
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Über ein böses Wort, das beim Spielen nicht verwendet werden soll, belehrte Gertrud Dieckhoff (rechts), die nach 30 Jahren letztmalig beim Merzener Karneval auftrat, die „kleine“ Doris Kolde. Fotos: Björn Thienenkamp Die Erlebnisse der sieben Zwerge spielte „Der Frühstückslub“ nach. Natürlich wurde dabei auch der Spiegel befragt. Als Heini war Maria Böwer (links) mehr am Zeitunglesen interessiert als an seiner Frau Lisbeth (Irene Ricke). In Stefanies Bistro sinnierte der "Besuch aus dem Norden" über lokale Themen wie etwa den "Dreifaltigkeitspastor". Über ein böses Wort, das beim Spielen nicht verwendet werden soll, belehrte Gertrud Dieckhoff (rechts) die "kleine" Doris Kolde. Fotos: Björn Thienenkamp „Haben Zitronen Beine?“, war eine skurrile Frage, mit der sich Landfrau Irene Ricke hinsichtlich ihres Mannes Dieter befasste. Mit 30 Jahren Bühnenerfahrung nahm Engel Gertrud Dieckhoff letztmalig lokale Geschehnisse und Personen aufs Korn. Als Heini war Maria Böwer (links) mehr am Zeitungslesen interessiert, als an seiner Frau Lisbeth (Irene Ricke). Die Erlebnisse der sieben Zwerge spielte "Der Frühstücksclub" nach. Natürlich wurde dabei auch der Spiegel befragt. Ganz neue Erkenntnisse gab es beim Rotkäppchen: Der böse Wolf wurde gar nicht von dem Jäger erlegt,... ...sondern von einem Trecker überfahren. Die Unfallursache, wie allzuoft in der Realität: Alkohol am Steuer. Fünf rote Nana Mouskouris mit "Akropolis adieu" traten gegen vier weiße Nana Mouskouris mit "Weiße Rosen aus Athen" an. Über ihre Lebensweisheiten nach 60 Jahren Ehe sowie Erlebnisse in der Verwandtschaft plauderte Heike Heimbrock. Eine geschickte Illusion boten die "Merzener Federviehcher": Die an Flamingos erinnernden Großvögel wirkten recht lebendig. Mit zwei Auftritten sorgte die Tanzgarde für ein karnevalstypisches und ebenso dynamisches Intermezzo. Als "Disco-Oma" berichtete Elisabeth von der Haar, was ihr so alles passiert ist, nur weil sie einer Umleitung gefolgt ist. Den "Karneval-Mega-Mix" in Form einer Hitparade präsentierte das Moderationsduo Atze Schröder und Cindy aus Märzehn. Mit dabei: Modern Talking mit der Liebe fürs Detail, etwa dem legendären Nora-Kettchen,... ...Wolfgang Petry, zu erkennen nicht nur am Lied, sondern auch an einem Arm voller Freundschaftsbändchen,... ...die Village People, mit ein wenig variierten Kostümen, aber dennoch klar zu erkennen,... ...Helene Fischer, die auch in der Merzener Variante im Saal Maassmann sehr gut und natürlich ankam,... ...DJ Ötzi, dessen Temperament von seinen Begleiterinnen im Dirndl bestens unterstützt wurde,... ...Antonia, die fröhlich-frisch über die Bühne wirbelte und damit das Publikum quasi ansteckte, und... ...Mickie Krause, der singend erklärte, angeblich nur eines zu wollen: "Schatzi, schenk mir ein Foto".

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Elisabeth Grüter und Maria von der Haar vom kfd-Vorstandsteam begrüßten zu einem über vierstündigen Programm, durch das Irmgard Hengelage führte. Unterstützt wurde sie dabei vom Funkenmariechen Lisa Schluchter, Musiker Martin Singer und Techniker Franz Josef Kemper. Gleich zu Beginn freute sich Pfarrer Stephan Höne zwar über den großen Zulauf, bedauerte aber auch, aus persönlichen Gründen in diesem Jahr einmal nicht selbst in der Bütt stehen zu können.

Los ging der Spaß dann in „Stefanies Bistro“, das „Besuch aus dem Norden“ bekam. Mit drei Kunden unterhielt sich Stefanie dabei auch über den „Dreifaltigkeitspastor“. Nach einer gekonnten Einlage der Tanzgarde benutzte Doris Kolde in ihrer Rolle als Jaqueline Chantale beim Spielen ein böses Wort, worauf die Strafe von Oma Gertrud Dieckhoff folgte.

Als Landfrau zeigte sich Irene Ricke, die so manche Probleme mit ihrem Mann Dieter hatte. „Haben Zitronen Beine?“, wollte er etwa wissen, nachdem er sich mittels Entsafter ein frisches Getränk zubereitet hatte. Da war er wohl an den Kanarienvogel Hansi geraten. „Hör auf zu saufen, wenn du keinen Durst mehr hast“, empfiehlt Irene. Und wie kontert Dieter? „Warum guckst du andauernd in den Spiegel, wenn du nicht schön bist?“ Die 1,2 Meter lange Perlenkette, die er ihr geschenkt hat, verwandelte sich beim Duschen dann auch noch in Schaum und erweisen sich als Persil Megaperls.

Gertrud Dieckhoff ist ein Engel. Seit 30 Jahren stand sie so jedenfalls auf der Bühne und betrachtete bei ihrem Flug über die Gemeinden lokale Ereignisse und Menschen kritisch. „Wir sehen uns nicht wieder“, verabschiedete sie sich von ihrem Publikum. Als Lisbeth versuchte Irene Ricke dann, ihren von Maria Böwer gespielten Heini vom Zeitungslesen abzubringen. Letztendlich taten sie es dann nach langer Zeit wieder einmal: „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ zu spielen.

„Der Frühstücksclub“ brachte die sieben Zwerge wieder in Erinnerung und hatte gar einen sprechenden Spiegel dabei. „Das wahre Märchen vom Rotkäppchen“ stellten sodann „Die Ungleichen“ vor. Mit passend hintereinander geschnittenen Liedpassagen ergab sich eine etwas andere Geschichte. Quintessenz: Der Wolf wurde vom Trecker überfahren.

Ganze neun Nana Mouskouris bevölkerten dann die Bühne. Fünf rot gekleidete wollten sich dabei mit „Akropolis adieu“ gegen vier weiß gekleidete mit „Weiße Rosen aus Athen“ durchsetzen. Auf 60 Jahre Ehe blickte Heike Heimbrock zurück. Selbst der ortsansässige Redakteur sei schon da gewesen. Und auch von den Erlebnissen in der Verwandtschaft hatte sie noch einiges zu berichten.

Eine Schar Flamingos oder ähnlicher Großvögel belebte dank schwarz gekleideter Spieler vor schwarzer Wand dann die Bühne mit einer geschickten Illusion als „Merzener Federviecher“, gefolgt von einem weiteren Auftritt der Tanzgarde.

Was für ein Spektakel passiert, wenn eine Oma auf dem Weg zur Kreislandfrauenversammlung wegen einer Umleitung in einer Disco landet, schilderte Elisabeth von der Haar.

Vor dem Finale dann der „Karneval-Mega-Mix“. Das Moderationsduo Atze Schröder und Cindy aus Märzehn präsentierte in Form einer Hitparade Modern Talking, Wolfgang Petry, die Village People, Helene Fischer, DJ Ötzi, Antonia und Mickie Krause.


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