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Vier aus über 100 Künstlern
Hörstel. Jedes Jahr bewerben sich über 100 Künstlerinnen und Künstler um eines der Stipendien am Denkmal-Atelier – Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Hörstel. Drei oder vier bekommen schließlich den Zuschlag und dürfen ihre Projekte verwirklichen. Am Freitag, 10. Februar, beziehen die Jahresstipendiaten 2012 ihre Räume und stellen sich vor.
Ab 19 Uhr lädt das Kunsthaus zum ersten Künstlergespräch ein. Dann ist zu erfahren, was sich hinter diesen vier Projektnamen verbirgt: „Doppelrolle – Raum als Akteur und Kulisse“, „Zwischen Himmel und Erde. Ein Kolam im Münsterland“, „Der leuchtende Garten“ und „WasserKarte“.
„Doppelrolle – Raum als Akteur und Kulisse“ ist ein Projekt der Künstler Irene Pätzug und Valentin Hertweck. Sie beschreiben ihr Vorhaben so: „Wir lassen Architektur handeln und dementieren ihre Spielregeln und Gesetzmäßigkeiten. Architektur wird hier zur Bühne, auf der handelnde Körper, sowohl Besucher als auch Objekte, auf- und abtreten. Der Raum selbst wird zum Kommunikator.
Noch früher, am 9. Februar, beginnen die Vorbereitungen zu Kaaren Beckhofs Projekt „Zwischen Himmel und Erde. Ein Kolam im Münsterland“. Kolams, das sind labyrinthartige, mit weißem Steinmehl erstellte Zeichnungen, die zum Sonnenaufgang vor dem Hauseingang gestreut werden. Beckhof beschreibt dies so: „Meditativer Konzentration folgend, werden Punktegitter mit unendlichen Linien umfahren. Die Geste des Zeichnens transformiert alltägliche, geschäftige Plätze temporär zu Orten der Achtsamkeit und Besinnung. Eine erste Informationsveranstaltung findet bereits am 9. Februar in Hopsten-Schale statt (19.30 Uhr am Paul-Gerhardt-Haus). In 2012 plant Kaaren Beckhof, das südindische Kolamsetzen ins Münsterland zu transferieren – und ihr Wissen in einer „Kolamschule“ weiterzugeben.
Auch vor der Haustür, doch mehr im Grünen spielt sich das Projekt „Der leuchtende Garten“ von Andrea Knobloch ab. Sie wird während der Projekteröffnung am 10. Februar vorstellen, was sich hinter folgender Beschreibung verbirgt: „Vorgärten sind Übergangszonen, in denen sich der Drang nach öffentlicher Aufmerksamkeit und das Bedürfnis nach Schutz und Rückzug überschneiden.“
Käthe Wenzel schließlich präsentiert das vierte Projekt: „WasserKarte“ hat sie es genannt und setzt auf die Unterstützung der Bürger vor Ort. Käthe Wenzel will eine interaktive soziale Karte für das Internet entwickeln. Welche privaten und geschäftlichen Beziehungen entspinnen sich entlang der Wasserstraßen?
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