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Lachmuskeltraining beim MGV Natrup-Hagen
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Autor: Horst Troiza 05. Februar 2012 16:14 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Sänger

Lachmuskeltraining beim MGV Natrup-Hagen

Hagen. Mit rassigen Tanzdarbietungen und humorigen Wortbeiträgen verwöhnte der MGV Natrup-Hagen sein Publikum bei der diesjährigen Karnevalssitzung. Drei Stunden lang war das Bürgerhaus im westlichen Ortsteil Hagens fest in der Hand von Frohsinn und Narretei.

 
Büttenredner Norbert Witte ließ mit unbewegter Miene die Lachsalven krachen. Foto: Egmont Seiler  Vergrößern

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Der MGV-Vorsitzende Werner Hehmann nahm um Punkt 19.11 Uhr die Bühne im Bürgerhaus stellvertretend für alle Jecken in Besitz. „Heute wollen wir einen echten Hagener Karneval feiern. Tanz, Musik und Humor werden hier regieren. Fangen wir also an“, lautete seine kurze, aber durchschlagende Begrüßung. Dann zog Jürgen Wiedermann als Sitzungspräsident mit seinem Präsidium ein und übernahm die Leitung des Programms, das es in sich hatte und keine Wünsche des Publikums offen ließ.

Zu Beginn zeigte die neunjährige Laura Sophie von der Grün-Weißen Garde Osnabrück, mit welcher Beweglichkeit ein Funkenmariechen ausgestattet sein muss. Die Kleine ließ nichts aus und wurde für ihre Salti, Radschläge und Spagate ausgiebig gefeiert. Dann waren die Hausherren vom MGV an der Reihe, die das Publikum mit Schunkel- und Trinkliedern in Stimmung brachten.

Aus anderem Holz war Norbert Witte geschnitzt. Äußerlich unbewegt und mit monotoner Stimme ließ er einen Witz nach dem anderen heraus. Mal erzählte er „Dönekes“ aus seiner Jugend („Wir waren eine musikalische Familie: Vater war Klavierträger, Mutter arbeitete an einer Singer-Nähmaschine, und mein Bruder brummt schon seit drei Jahren“) oder gab Absurdes wie „Warum können Nasen laufen und Füße riechen?“ zum Besten. Zum Dank erhielt er vom Präsidium den närrischen Teddyorden am Bande überreicht.

Eine mitreißende und rasante Show lieferte das Tanzensemble des Sportvereins Hellern ab. Die Tänzerinnen führten Auszüge aus dem Musical „Hairspray“ auf, ausgestattet mit Beehive-Frisuren, Petticoats und Röcken mit Blümchenmuster. Ein wenig ruhiger ging es bei Jutta Eversmann zu, die als Tratschtante aus dem Dorf durch die Vorhänge der Fenster geschaut hatte und einiges Privates zu berichten wusste.

Nach einer Stippvisite des Stadtprinzenpaars aus Osnabrück, Ann-Kathrin II. und René III., und seines Hofstaates waren die jungen Tänzerinnen der Grün-Weißen Garde mit ihrer Darbietung an der Reihe. Später folgten der Auftritt der „Goldbachlerchen“ und das Männerballett des Musikvereins Wiesental. Für die Massage der Lachmuskeln waren die „Klageweiber“ und das „Zwiegespräch“ von Karin (Frese) und Andrea (van der Veen) verantwortlich. Nach dem Finale mit allen Künstlern des Programms und einem großen Ballonregen spielte Thomas Rustiger zum Tanz auf.

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