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Sögel: Fulminanter Karnevalsritt mit blauen Schafen
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Autor: Klaus Hüsing 05. Februar 2012 16:14 Uhr  Mehr Artikel von diesem Autor

Bunter Karneval

Sögel: Fulminanter Karnevalsritt mit blauen Schafen

Sögel. In Sögel kocht das närrische Treiben wieder auf dem Siedepunkt. In einem bunt gemischten fast fünfstündigen und insgesamt gelungenen Programm im voll besetzten Saal des Clemenswerther Hofes zeigten die närrischen Akteure eine spektakuläre Show aus Musik, Comedy, Tanz und Büttenschnack. Am kommenden Wochenende geht das gelungene Potpourri zwei weitere Male (Freitag und Samstag, 20 Uhr) über die närrische Bühne.

 
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Perfekter Auftritt: die Staverner Tanzgruppe. Fotos: Klaus Hüsing

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Sitzungspräsident Stefan Schmees führte in gekonnter Art gewürzt mit vieldeutigen Sprüchen durch einen karnevalistischen Strauß, der von der Kolpingkapelle Stavern (KSS) mit allen ihren Akteuren vielseitig gestaltet wurde. Gekonnt begrüßte Prinz Markus das Narrenvolk zusammen mit seiner „Lieblichkeit“ Brigitte (Heller), der den Elferrat aus Kollegen der Sögeler Feuerwehr berief.

Nach schwungvoller musikalischer Einleitung und viel „Bläserdrive“ der Kolpingkapelle garniert, sogar mit improvisierten Instrumenten, stiegen „Frieda und Anneliese“ als ein ganz besonderes Gespann in die Bütt. Der neue Präses und Kaplan, Jürgen Krallmann, zusammen mit Singkreis-Chorleiterin Stefanie Schmidt nahmen als wohnungssuchende Seniorinnen die lokale Kirchturmpolitik auf die Schippe. Bei Kaffee, Kuchen und Schnaps ging es vom Kreisel am Jakobusplatz bis zum Rund mit Kunstrasen, blauen Schafen und Wäschekörben.

Passend als Blauschaf-Duo „Mäh und Bäh“ analysierten Ruth Bramlage und Wolfgang Windt „up Platt“ das Geschehen um den zentralen neuen Kreisel. Eine weitere plattdeutsche „Stimmungsrakete“ gab mit „Ohrlheid“ (Waltraud Struckmann) humoristische Alltagsgeschichten zum Besten, die es in sich hatten. Beispiel gefällig? „Use Jan hat dat lütte Abitur: Volksschule, Seepferdchen und ’ne Tanzstunde“.

Der „Turmfalke“ von St. Jakobus schlug als Newcomer gut ein. Diakon Burkhard Becker erspähte als „besonderer Vogel“ („die Sögel so liebt!“) das Geschehen vom Kirchturm. „Die Schafe sind für mich keine Beutetiere. Da ziehe ich Kirchenmäuse vor!“ oder „Die Sicht vom Turm nach Werlte ist gut – gen Börger etwas nebulös!“. „Angenehm Miels“ mit Johannes Lake und Johannes Mielke boten erneut ein gekonntes, sehr spezielles Bühnenstück. Der große Miels“ und sein Partner „Jogy“ strapazierten als Bauarbeiter und Arzt unterschiedlicher Prägung die Lachmuskeln. Ein weiterer Auftritt mit plakativer Frage und Antwort rundete den starken Akt ab.

Eine humoristische Auszeichnung verdiente sich „De doofe Tusnelda“ (Irmgard Schnur), die den humoristischen Kampf mit dem Englischen und der Technik aufnahm. In starker Manier und mit gutem Klang schlugen „Hannes Rock & Tobias Roll“ (H. Hanekamp und T. Büter) wie „zwei alte Hasen“ als Gesangsduo in die Seiten ihrer Gitarren und ließen tief blicken und besonders auch die jüngeren weiblichen Fans frohlocken. „Biggenbernd“ (Bernd „Barni“ Hinrichs) machte seinem Namen wieder alle Ehre. Sohn Louis als „Ferkel Freddy“ hatte sein Schweinchen zu Hause gelassen und gastierte passend mit blauem Schaf. Während der Papa so seine „Probleme“ mit den Machtverhältnissen und seiner Ehefrau Ulrike als neue stellvertretende Bürgermeisterin hatte, nahm Freddy die „Bürgermesterin“ aufs Korn. Das Comedy-Duo „Die dry lustigen zwei“ mit Helmut Benten und Gitarrist Johannes Mielke nahmen sich der deutschen Altrocker an.

Bernhard „Bulti“ Bultmann, Urgestein der KSS, hatte die hohe und ortsnahe Politik im Blick. Immer wieder überzeugend ist das Männer-Doppelquartett „Leicht und Cross“ mit A-cappella-Präsentationen unvergleichlicher Prägung.

Eine tänzerische Augenweide bot das gewachsene und perfektionierte KKS-Tanzballett. Auch die Staverner Tanzgruppe war mit gekonnter Show wieder mit von der Partie. Die sechsköpfige Show-Tanzgruppe der „Cherry Ladies“ wussten in glitzerndem Disko-Outfit mit ihren Reizen nicht zu geizen. Kurzum: ein rundum gelungener Abend.

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