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Werpeloher Heimatfreunde bereiten Jubiläum vor
Werpeloh. Im Mittelpunkt der Generalversammlung des Heimatvereins Werpeloh stand ein Bildervortrag von Heinz Korte zum Thema „Dat olde Werpel un siene Hüser“.
Korte beschäftigt sich schon lange mit familienkundlichen Nachforschungen und hat 2011 eine Fülle von alten Fotos gesammelt, geordnet und gespeichert. Er gehört dem Arbeitskreis des Heimatvereins Geschichte-Kultur-Landschaft „GeKuLa“ an. Besonders die älteren Besucher der Versammlung konnten den Bildern aus eigenem Erleben „Vertellsels“ hinzufügen. Sie schilderten anschaulich, dass die heutige Hauptstraße bis Ende der 50er-Jahre aus Kopfsteinpflaster bestand und eng war. „Ich habe das Rumpeln des Molkereiwagens mit den Milchkannen noch im Ohr“, erzählte ein Werpeloher. Zeitgleich mit dem Bau der Ortsdurchfahrt sei die Kanalisation verlegt worden. „Die dicken Rohre lagen auf dem Dorfbrink und dienten uns als Spielgeräte“, berichtete jemand. Besonders die das Dorfzentrum prägenden öffentlichen Gebäude wie Kirche, Schule, Gemeindebüro, Jugendheim, Pastorat und die Geschäfte, die ihr „Gesicht“ wesentlich verändert haben bzw. nicht mehr vorhanden sind, fanden reges Interesse, ebenso die Fotos mit Personen und Personengruppen: ehemalige Pastoren, Lehrer, Bürgermeister, Messdiener und Schützenkönige. Vorsitzender Wilhelm Wigbers stellte anschließend die neuen Flyer der Hümmlinger Heimatvereine zur Siedlungsgeschichte und Kulturlandschaft der Region vor. Wigbers berichtete, dass der langjähriger Bürgermeister der Hümmlinggemeinde, Hermann Grotjohann, zu Silvester die Tunschere des Heimatvereins als Anerkennung seiner Verdienste erhalten habe. Der unter dem Motto „Retro-Perspektive“ erstellte Veranstaltungskalender habe große Zustimmung gefunden und sei bis auf wenige Exemplare ausverkauft.
Der Ausflug in das ostfriesische Moordorf, wo im „Museum der Armut“ die 200-jährige Entwicklungsgeschichte der Moorgegend veranschaulicht wird, und auch die Fahrradtour zum befreundeten Heimatverein Berßen hätten bei den Werpeloher Heimatfreunden großen Anklang gefunden. Zur allgemeinen Freude sei auch die Backgruppe „Bakerboys“ wieder regelmäßig aktiv gewesen.
Bei den Wahlen wurden Waltraud Grotjohann als zweite Vorsitzende und Leni Vähning als Kassenwartin in ihren Ämtern bestätigt. 2013 blickt der Heimatverein auf sein 25-jähriges Bestehen zurück. Das Jubiläum soll im neuen Mehrgenerationenhaus unter Mitwirkung des Theatervereins der Kolpingsfamilie und der örtlichen Musikkapelle gefeiert werden.
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