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„Vernebelung wie bei der VHS“
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Quelle: pm/Ems-Zeitung 03. Februar 2012 19:24 Uhr

Bürgerforum kritisiert Krisenmanagement des Krankenhauses

„Vernebelung wie bei der VHS“

Papenburg. Einen Vergleich zwischen der finanziellen Krise der Volkshochschule Papenburg (VHS) vor gut zwei Jahren und der aktuellen Schieflage des Marienkrankenhaus zieht das Bürgerforum Papenburg (UBF) in einer Pressemitteilung. Fraktionschef Dr. Volker Eissing übt Kritik am Krisenmanagement und fordert „umgehende Planungssicherheit für alle Mitarbeiter.“

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In der Mitteilung heißt es, dass „Ehrlichkeit manchmal schwer ist, aber Vertrauen schafft und allen Mitarbeitern und Patienten des Marienkrankenhauses helfen würde“. Wer geglaubt habe, „das Theater der Vernebelung“ um das gesamte Thema VHS sei einmalig und nur eine Verkettung unglücklicher Umstände, der irre. Beim Marienkrankenhaus verlaufe die Entwicklung ähnlich verwirrend. Eissing: „Die Basisinformation erfuhren alle Beteiligten nicht vom Arbeitgeber oder aus dem Rathaus, sondern aus der Zeitung. Die inhaltliche Aufbereitung und Aufarbeitung leistete nicht die Verwaltung der Stadt, sondern die Presse.“ Wahrheiten, unglaubliche Entwicklungen und Ernüchterungen würden bei beiden Themen nicht zu einer offenen zukunftsorientierten Diskussion führen, um die Situation zu verbessern und um den Arbeitnehmern eine Zukunft zu sichern, sondern auch bisher erneut zu allgemeinem Schweigen.

Eissing: „Schnee fällt über Nacht, eine Krankenhauspleite nicht.Schon vor 13 Jahren wurde die Entlassung des Geschäftsführers Nienaber im Aufsichtsrat beantragt. Der Antrag wurde abgelehnt, obwohl das Haus schon damals jährlich 2,5 Millionen Verlust machte.“ Seitdem seien nach UBF-Informationen bis heute weit über 30 Millionen Euro Verlust aufgelaufen. Eissing: „Wo waren die Aufsichtsratsmitglieder? Gab es zu keinem Zeitpunkt ein Konzept für eine sinnvolle Sanierung?“ Stattdessen sei Nienaber mit einer großen finanziellen Abfindung weich gepolstert nach Berlin entlassen worden. Es stelle sich die Frage, wem oder für was soll dieses Geld dienen oder gut sein?

Eissing attackiert dann auch die CDU Papenburgs. „Zwei Vertreter der CDU sind seit Jahren in den Entscheidungsgremien vertreten. Zurzeit schweigen sie.“ Nach Ansicht des UBF braucht Papenburg ein leistungsfähiges Krankenhaus, „nicht nur in der Versorgung Frühgeborener, sondern auch in den anderen Bereichen, Innere, Chirurgie, Anästhesie“.

Die Mitarbeiter des Krankenhauses und die Patienten müssten umgehend wissen, was für Pläne die Entscheider aus dem St.-Bonifatius-Hospital Lingen für das Papenburger Haus haben, denn „das Lingener Haus ist Mehrheitsgesellschafter und entscheidet in letzter Konsequenz über die Zukunft unseres Krankenhauses.“.Gefragt seien Klarheit und Ehrlichkeit über die Verantwortlichkeiten in der Vergangenheit, über die wahren Gründe der katastrophalen wirtschaftlichen Situation und über die Zukunft, die Lingen dem Papenburger Haus noch zugedacht habe.

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