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Quakenbrücker Manuel Rubow baut Rennsportteam auf
Quakenbrück. Bezinschwaden, PS-starke Autos und Schumi-Wetter – das ist die Welt von Manuel Rubow, der seit einigen Jahren als junger Rennfahrer für Furore sorgt und nunmehr ein eigenes Team aufbauen möchte.
2011 war für Manuel Rubow aus Quakenbrück trotz einiger Rückschläge ein erfolgreiches Jahr. Auf der alljährlichen ADAC-Gala zu Ehren der Motorsportler 2011 in Bremen überreichte ihm der Motorsport-Beauftragte Peter Rumpfkeil den Preis für den dritten Platz in der Jahresgesamtwertung für Tourenwagen-Sport. „Dieser Pokal wird sicher einen Ehrenplatz in der Vitrine erhalten“, sagte Rubow am Ende der Veranstaltung.
Und das nach einer turbulenten Rennsaison 2011. Der Quakenbrücker startete zusammen mit Teamkollege Dominik Peitz aus Delbrück im ADAC-Cruze-Cup. Ein sportliches Highlight setzte der 24-Jährige gleich zu Beginn der Saison: Am Nürburgring überquerte er unter schwierigen Wetterverhältnissen als Erster die Ziellinie. „Da fühle ich mich wohl“, meint der 24-Jährige, denn bei Regen komme es mehr auf das Feingefühl des Fahrers an.
In den darauffolgenden Rennen wurde das Team jedoch vom Pech verfolgt. Gleich mehrere Motorschäden machten viele Top-Platzierungen zunichte. Erst beim Lauf zur Tourenwagenweltmeisterschaft in Oschersleben hielt der Chevrolet Cruze von Manuel Rubow das ganze Rennen durch. Hier erreichte er den dritten Platz.
„Das war bisher das beste Rennen in meiner Karriere. Im Rahmen eines WM-Laufes auf das Treppchen zu fahren ist was Besonderes. Und unvergesslich“, schwärmt der angehende Wirtschaftsingenieur, der seine letzten Klausuren hinter sich hat und sich nun auf Bachelor- und Masterarbeit konzentriert.
Und zudem freut er sich auch schon auf sein Praktikum, denn das macht er im Büro von Architekt Hermann Tilke. Der hat nicht nur den Shanghai International Circuit, sondern auch viele andere Formel-Eins-Strecken auf der ganzen Welt entworfen. „Es wäre schön, wenn man an so einer Rennstrecke direkt mitarbeitet“, weiß der junge Quakenbrücker, dass weitere Pisten für Austin in Texas oder New Jersey in den nächsten Jahren anstehen.
Auf solchen Pisten wird er sich als Rennfahrer der Formel eins zwar nicht begeben, doch bei Rennen der Deutschen-Tourenwagen-Meisterschaft war er schon dabei, denn neben den Rennen zum Chevrolet-Cruze-Cup war Rubow auch als Safetycar-Fahrer aktiv. Dabei sorgte er für Sicherheit auf der Strecke, wenn es mal krachte. Mit einem 300 PS starken Auto vor dem Feld fahren, bei der Präsentation der Fahrer mit bekannten Größen des Automobilsports wie David Coulthard oder Ralf Schumacher vorgestellt zu werden – das hat dem jungen Quakenbrücker schon gefallen.
Apropos gefallen. Das lassen sich seine Eltern Dieter und Hedwig Rubow so einiges, denn sie unterstützen ihren Sohn nach Kräften. Und auch für Freundin Kerstin ist viel Freizeit für die Rennsportaktivitäten ihres Manuel draufgegangen. Auch ihren Urlaub musste sie nach dem Rennsportkalender planen, denn sie ist bei allen Rennen des jungen Quakenbrückers dabei.
Nach zwei Jahren im Cruze Cup hat sich Manuel Rubow für 2012 einiges vorgenommen. Er wird nun im Renault Clio Cup mitfahren und muss sich dabei mit internationaler Konkurrenz, sogar aus China, Südafrika oder Amerika, auseinandersetzen. Das Auto bekommt er von Renault gestellt. „Das ist eine andere Basis als bei Chevrolet“, hofft der junge Motorsportler auf weniger technische Probleme als in der zurückliegenden Saison. Während die Chevi-Teile doch eher aus Serienproduktion kamen, arbeitet Renault seit Jahren im Motorsportbereich. Das macht den Quakenbrücker zuversichtlich.
Derzeit baut er ein eigenes Rennteam auf und ist auf der Suche nach Sponsoren und Partnern für dieses Projekt: „Ich möchte den Motorsport auch ins Artland holen. Mit einem eigenen Auto und Team kann man viele Aktionen auch neben der Rennstrecke vorführen.“ Neben einem Aktionstag im Rahmen der Autoausstellung in Quakenbrück kann er sich auch Präsentationen bei Autohäusern oder besondere Events auf großen Parkplätzen vorstellen.
Für sein Team hat er bereits ein Grundgerüst stehen. Der „Schrauber“ aus der vergangenen Saison ist wieder mit dabei, zudem hat er bereits zwei angehende Kfz-Mechatroniker aus der Region gefunden, die mitmachen wollen. Wichtig sind aber auch Sponsoren aus der Region. „Meine alten Partner aus den Vorjahren sind alle wieder mit dabei. Dafür schon mal ein großes Dankeschön“, hofft der Motorsportler aber auf weitere Unterstützer.
Mehr Informationen dazu gibt es auf der Internetseite www.manuel-rubow.de
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