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Neuer Piratenchef: Wir sind nicht koalitionsfähig
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Landesparteitag in Osnabrück

Neuer Piratenchef: Wir sind nicht koalitionsfähig

Osnabrück. Die Piraten in Niedersachsen haben einen neuen Vorstand. Auf dem Landesparteitag in Osnabrück haben sie am Samstag Andreas Neugebauer aus Delmenhorst mit 63,33 Prozent zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der gab danach prompt zu: In den Landtag wolle seine Partei zwar. Koalitionsfähig seien die Piraten aber nicht.

 
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Landesparteitag der Piraten in Osnabrück. Foto: dpa Landesparteitag der Piraten in Osnabrück. Foto: dpa Landesparteitag der Piraten in Osnabrück. Foto: dpa Landesparteitag der Piraten in Osnabrück. Foto: dpa

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Darin sieht Neugebauer im Gespräch mit unserer Zeitung aber auch kein Problem. „Wir wollen die althergebrachten Strukturen in Frage stellen“, kündigt der frischgebackene Parteichef an. Eine Regierungsbeteiligung sei nicht notwendig, um Piraten-Themen in der Landespolitik durchzusetzen „Mehrheiten lassen sich in einem Parlament auch finden, in dem man miteinander redet.“ Die Piraten seien in Richtung jeder Partei gesprächsbereit – „auch Vorschläge von Herrn Schünemann können diskutiert werden“.

Am Parteiziel von sechs Prozent bei der Landtagswahl 2013 hält Neugebauer fest. Ziel sei es, in allen 87 Wahlkreisen in Niedersachsen Kandidaten aufzustellen. Um den Erfolg sicher zu stellen, will er Strukturen in seiner Partei verfestigen: „Ich stehe für professionelle Strukturen“, kündigte Neugebauer an. „Wir müssen sehen, dass wir unseren Charme als Chaostruppe nicht verlieren. Aber wir müssen auch Wahlkampf machen können. Dazu gehören professionelle Strukturen.“ Stellvertreter von Neugebauer wird zukünftig Thomas Gaul sein. Er erhielt 53,59 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen Arne Ludwig (46,41 Prozent) durch. Schatzmeister bleibt Meinhart Ramasawamy. Der beeindruckte den Parteitag mit einer engagierten Rede. „Wir wollen nicht den anderen Parteien ein oder zwei Prozent abjagen. Unser Wählerpotenzial sind die Nichtwähler“, rief er seinen Mitpiraten zu.

Im gleichen Atemzug musste er aber auch Finanzierungsprobleme seiner Partei eingestehen: Zwar seien die Piraten in Niedersaschsen vor allem in den größeren Städten stark gewachsen. Die Zahlungsmoral bei Mitgliedsbeiträgen ließe aber zu wünschen übrig.

Begrüßt hatte die junge Partei Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD) in Osnabrück. „Das sieht etwas anders aus, als bei anderen Parteitagen“, urteilte das Stadtoberhaupt angesichts der zahllosen Laptops. Pistorius erinnerte daran, dass die Piraten „nicht vom Himmel gefallen sind“. Viel mehr sei ihr Erscheinen auf der politischen Bildfläche Versäumnissen der etablierten Parteien geschuldet.

Fortgesetzt wird die Veranstaltung am Sonntag mit der Wahl eines Schiedsgerichtes sowie eines Finanzrates. Nachverfolgen lässt sich der Parteitag über Twitter. Dort nutzen die niederäschsischen Piraten den Hashtag #lptnds12.


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  Leserkommentare

 
klaus K., Samstag, Februar 4 um 20:33 Uhr Wo aber war Pistorius bei der Vorratsdatenspeicherung? Während des sogenannten Kotholikentages in der
Stadtsporthalle tauchte auch der ehemalige Minister
Schäuble dort auf: eine - kleine- Handvoll sehr junger
Menschen war aufgetreten mit einem - sehr harmlosen -
Spruchband gegen die verfassungswidrige Vorrats-
datenspeicherung. Nachdem alle CDU-Mitglieder in der
Halle verschunden waren, stürtze sich die zahlreich
vertretene Bundespolkizei zwecks Identitätsfeststellung
auf die - völlig harmlosen- Jugendlichen mit der Begründung:
ihr könntet ja noch im Laufe des Tages Straftaten begehen!

Wo war da die NOZ? Wo war da Pistorius?

Die Piraten ruinieren sich durch einen Umgang mit
solchen Leuten und Einrichtungen ihre Möglichkeiten!
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