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Neuer Radweg nach Evinghausen auf der Wunschliste
be Evinghausen. Die Landesstraßen waren ein zentrales Thema in der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte im Kirchspiel Engter. Dabei ging es nicht nur um die Verkehrsbelastung auf der L78-Ortsdurchfahrt in Engter. Evinghausens neue Ortsvorsteherin Monika Bruning forderte einen Radweg entlang der L87 von Engter nach Evinghausen.
Zum ersten Mal seit 40 Jahren haben die Ortsräte im Kirchspiel Engter am Donnerstagabend ihre gemeinsame Sitzung in Evinghausen abgehalten. Die neue Ortsvorsteherin Monika Brüning äußerte dabei gleich einen Herzenswunsch: Unterstützung für den Bau eines Radweges von Engter nach Evinghausen.
Das Teilstück an der Landesstraße sei 3,2 Kilometer lang, berichtete sie den Mitgliedern der vier Ortsräte sowie den vielen Zuhörern im kleinen Saal der Waldorfschule. Da die Landesstraße in diesem Jahr saniert werden soll, könne der Radweg doch wenigstens schon einmal mitgeplant werden, sagte sie. Gespräche dazu habe sie bereits mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Clemens Lammerskitten sowie dem Leiter der Osnabrücker Straßenverkehrsbehörde, Cord-Heiner Lüesse, geführt.
Es ist aber nicht der einzige Wunsch im Kirchspiel Engter. Die Lappenstuhler Ortsbürgermeisterin Anette Marewitz erinnerte an die ausstehende Weiterführung des Radweges an der L78 Richtung Wittenfelde.Dieser sei im Bedarfsplan an 13. Stelle geführt. Sie bat die anderen Ortsräte und die Verwaltung um Unterstützung.
Bürgermeisterin Liesel Höltermann warnte vor „ Illusionen“ bezüglich der Verfahrensdauer und der Kosten für das neu ins Gespräch gebrachte Teilstück.. Ein Radweg entlang der kurvenreichen Bergstraße nach Evinghausen werde sicherlich deutlich teurer als ein normaler Radweg, vermutete sie: „Das kostet Millionen“. Den Antrag werde die Verwaltung auf den Weg bringen, weitere Hoffnungen wollte die Bürgermeisterin nicht wecken. Der Radweg werde, wenn er denn komme, „sicher nicht in meiner Amtszeit, hoffentlich noch in meiner Lebenszeit“ realisiert, meinte Höltermann, die bis 2014 gewählt ist.
Der Ausbau der maroden Landesstraße in diesem Abschnitt ist für dieses Jahr fest eingeplant. Schon länger gilt auf der kurvenreichen Huckelpiste Tempo 30. Es sei ein Skandal, dass diese Geschwindigkeitsbegrenzung hier möglich sei, weil das Land kein Geld für die Fahrbahnsanierung habe, das gleiche Tempolimit für die Ortsdurchfahrten in Engter und Vörden aber verweigert werde, hieß es in der Diskussion, die sich an einen Vortrag von Dieter Stahl anschloss. Der Vördener hatte die Bemühungen der Interessengemeinschaft Osnabrücker Straße geschildert, die dieses Tempolimit für die Ortsdurchfahrt in Engters Nachbarort fordert. Es habe „sehr positive Gespräche“ mit der Polizei gegeben, die auch schon Geschwindigkeitsmessungen im Ort durchgeführt habe. Der Spitzenreiter sei mit 87 Stundenkilometern unterwegs gewesen.
Das Hauptproblem sei aber die Belastung durch den Lkw-Verkehr im Dorf. Die „Tunnelwirkung“ durch die beidseitige, eng an der Straße stehende Bebauung verschärfe dieses Problem noch. „Die meisten dieser Lkw haben im Ort nichts zu suchen“ ärgert sich Stahl über Firmen, die ihre Fahrzeuge lieber über die Dörfer als über die Autobahn schicken würden. „Heilfroh“ war der Vördener über die Gelegenheit, sich in Engter vorstellen zu können. „Gemeinsam sind wir stark“, war Stahl überzeugt.
Das mache Mut, am Ball zu bleiben, kommentierte Ernst-August Rothert den Vortrag. Zu diesem Thema passt das Vorhaben des Ortsrates Engter, in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht eine Geschwindigkeitsmessanlage anzuschaffen. Das mobile Messgerät kann auch in den anderen Ortsteilen eingesetzt werden, weswegen sich alle Ortsräte im Kirchspiel geringfügig beteiligen sollen. Die signalisierten grundsätzliche Zustimmung, bis zur Maisitzung soll ein Angebot vorliegen.
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